Ende Oktober hat Creative drei neue Headsets für die Gamergemeinde auf den Markt gebracht. Das kabellose Modell nennt sich HS-1200 und ist mit der bekannten X-Fi-Technik ausgestattet. Wichtig für Computerspieler ist natürlich auch die Unterstützung von EAX-Effekten, trotzdem möchte der Hersteller auch Musik- und Filmfans sowie VoIPer für sein neuestes Produkt begeistern. Ob dies gelingt, hat die Redaktion von onlinekosten.de getestet.
Kabelloses Spielvergnügen
Zwar sitzt der Computernutzer oder -spieler die meiste Zeit direkt vor dem Monitor, trotzdem kann es praktisch sein, wenn keine Kabel am Headset die Bewegungsfreiheit einschränken. Zum Beispiel, wenn sich der Anwender ganz in Gedanken zur Schreibtischschublade herunterbeugt oder sich nach einem gewonnenen Match zurücksinken lässt und sich dabei fast die Hörer vom Kopf reißt. Auch Spiele wie Guitar Hero machen – falls sie über Kopfhörer gespielt werden – definitiv mehr Spaß, wenn man nicht per Kabel an den PC gekettet ist.
Das HS-1200 überträgt die Signale per Funk auf einer Frequenz von 2,4 Gigahertz über eine Distanz von bis zu 22 Metern – wie Creative angibt. Im Test war schon nach etwa acht Metern Schluss oder die Signale wurden undeutlich. Dazu muss aber gesagt werden, dass ein Funktelefon und ein WLAN-Empfänger in der Nähe waren. Das Headset wird mit einem kleinen, schwarzen Empfänger geliefert, der per USB mit dem Rechner verbunden wird. Um nun das Headset mit der Basisstation zu verbinden, muss der Nutzer bei beiden Geräten für fünf Sekunden die Power-Tasten gleichzeitig drücken.
Installationsprozedur
Das HS-1200: Ist der Akku leer,
piept das Headset. Bild: Creative
Im Lieferumfang sind eine Software-CD, eine Kurzanleitung und ein Handbuch enthalten. Für den allgemeinen Betrieb müssen keine Programme installiert werden, um aber alle Funktionen nutzen zu können, ist der Griff zur beiliegenden Software-CD ein Muss. Auf diese hat der Hersteller nicht nur den Treiber, sondern auch noch die Programme MediaSource zum Verwalten der eigenen Musiksammlung und Tool Box gepackt. Ein kleiner Kritikpunkt: Der Installationsassistent erklärt nicht, was sich genau hinter den Tools verbirgt. Entscheidet man sich für alles, kann man in die Küche verschwinden, um sich während der langwierigen Installation einen Kaffee zu kochen. Damit die dreidimensionalen Soundeffekte über die Schnittstelle OpenAL unterstützt werden können, sind ein Aktivierungsschlüssel für die Lizenz und außerdem ein Internetzugang notwendig, da der Key auf einer Website eingetragen werden muss. Nach dieser Prozedur ist ein Neustart nötig, dann kann der Anwender seine neueste Errungenschaft endlich in vollen Zügen ausprobieren.