Freitag, 28.11.2008 16:01

Eco: Technologie-Mix für Breitbandversorgung

aus dem Bereich Breitband
Langsam aber beständig wächst in Deutschland die Zahl der Haushalte, die mit schnellen Breitbandverbindungen ausgestattet sind. Dennoch wurden auch Fördergelder für den Breitbandausbau bewilligt, denn nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sind immer noch drei Millionen Haushalte in Deutschland mit Breitband unterversorgt. Fehlende schnelle Internetzugänge sind auch volkswirtschaftlich ein Problem, da Unternehmen für ihre Ansiedlungen Gebiete mit gesicherter Breitbandversorgung bevorzugen. Unversorgte Gebiete haben das Nachsehen.

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DSL kann Lücken nicht schließen

Damit sich dies rasch ändert, fordert der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft dazu auf, einen Technologie-Mix zur Schließung der Versorgungslücken einzusetzen. Mit DSL alleine lassen sich ländliche Gebiete nicht kostendeckend flächendeckend versorgen. Stattdessen sprach sich eco-Geschäftsführer Harald A. Summa bei der Tagung "Broadband Wireless Access" in Bonn dafür aus, auch UMTS und Kabel einzusetzen. In Zukunft komme dann auch LTE hinzu.

WiMAX auf dem Weg zum Flop

Für die Funktechnologie WiMAX sehe es laut Summa dagegen eher düster aus. "Die Versteigerung der Frequenzen liegt beinahe zwei Jahre zurück und mittlerweile steht fest, dass die Lizenzinhaber ihrer Ausbauverpflichtung bis 2009 nicht werden nachkommen können. WiMAX droht zum Flop zu werden, obwohl einige kleinere Anbieter gerade in den ländlichen Regionen die Technologie bereitstellen könnten", so Summa. Bislang hätte noch kein Unternehmen für eine der restlichen Frequenzen geboten, die die Bundesnetzagentur seit dem Sommer zur Versteigerung freigegeben hat. Ein Ausbau im 3,5 Gigahertz-Bereich sei für die Netzbetreiber nicht wirtschaftlich.

eco sieht "digitale Dividende" als Alternative

Laut Summa könnte dagegen die "digitale Dividende", die Rundfunkfrequenzen des UFH-Bandes, genutzt werden. Für die Fernsehversorgung würden rund 20 Prozent der Frequenzen ausreichen, der Rest könne etwa für die Internetversorgung genutzt werden. In den nächsten Jahren werden sich nach Ansicht des eco auch die WLAN-Netze innerhalb der Städte stärker verbreiten. Mit Hilfe dieser Technologie könnten dann etwa Gebäude, Maschinen und Fahrzeuge miteinander kommunizieren.
Jörg Schamberg
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