Das war nicht von langer Dauer: Gerade einmal vier Monate hat Googles 3D-Tummelplatz
Lively durchgehalten – jetzt wird der virtuellen Chat-Gemeinde der Stecker gezogen. Ein konkreter Grund wurde nicht genannt.
Zurück zu den Kernbereichen
Das offizielle Statement der Google-Entwickler wirft nur wenig Licht auf die Hintergründe der Entscheidung: "Experimente" seien bei dem Suchmaschinenriesen stets ein willkommenes Mittel, um "bahnbrechende Produkte" hervorzubringen, die das Leben von Menschen beeinflussen würden. "Jedoch wussten wir immer, dass es sich nicht zwangsläufig auszahlt, wenn man solche Risiken auf sich nimmt", heißt es im offiziellen Blog. Stattdessen werde man sich künftig wieder auf die Kernbereiche von Google konzentrieren: "Suche, Werbung und Anwendungen".
Noch bis zum 31. Dezember
Lively-Avatar. Bild: Google
Lively, das als einstiger Klon der Virtual Reality-Welt "
Second Life" gestartet war, ist nie über den Beta-Status hinaus gekommen. Google wird die Türen der 3D-Community noch bis zum 31. Dezember geöffnet halten, danach geht das Projekt komplett vom Netz. "Deshalb schlage ich euch vor, euren Räumen jetzt noch letzten Schliff zu verleihen und dann Fotos oder Videoaufnahmen davon zu machen", lautet der letzte Ratschlag eines Lively-Betreuers.
André Vatter