In der neuen Version seiner Such-Software für das
iPhone hat
Google eine Suchfunktion per Spracheingabe integriert. Im Laufe des 14. November soll die kostenlose Anwendung über den
App-Store von
Apple verfügbar sein.
Tastatur überflüssig
Wie die "New York Times" (NYT) berichtet, funktioniert die Spracherkennung längst nicht perfekt, stellt aber einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung sprachgesteuerter Funktionen dar. Dank des Lagesensors des iPhone, erkennt die Software zudem, ob der Nutzer eine Anfrage tippen oder sprechen möchte. Wird das Gerät zum Ohr geführt, erwartet die Suche eine Eingabe über das Mikrofon.
Praktisch jede Frage wie "Wo ist der nächste Starbucks?" oder "Wie hoch ist der Mount Everest?" kann gestellt werden. Der Sound wird als Datei über das Internet an die Google Server gesendet, dort analysiert und die vermeintlich richtig erkannten Worte an die Suchmaschine übergeben. Mit einer schnellen drahtlosen Verbindung sollen die entsprechenden Ergebnisse innerhalb weniger Sekunden auf dem iPhone eintreffen. Über eine Positionsbestimmung via GPS oder Mobilfunkortung kann die Suche auch lokale Informationen, beispielsweise zu Restaurants oder Fahrtrichtungen, anbieten. Durch passende Werbeanzeigen, insbesondere von regionalen Anbietern, kann Google damit auch wieder Geld verdienen.
Umkämpftes Forschungsfeld
Geräten die Fähigkeit zu verleihen, praktisch jede gesprochene Wortkombination irgendeiner Person zu erkennen, ist seit langem ein primäres Ziel der Entwickler. Sowohl
Yahoo als auch
Microsoft bieten bereits Sprachdienste für Mobiltelefone an. Der "Tellme" Service von Microsoft bringt Informationen zu bestimmten Kategorien wie Straßenkarten oder Kinofilmen auf das Handy. "OneSearch with Voice" von Yahoo sei hier flexibler, aber laut NYT nicht so präzise wie Google.
Branchenkreise gehen davon aus, dass die neue Version der Google Suche mit Sprachsteuerung in den nächsten Monaten auch für
BlackBerrys und
Android-Smartphones erhältlich sein wird.