Wichtige Daten im Unternehmen könnten nicht nur versehentlich gelöscht werden, sondern sind je nach Situation auch anderen Gefahren ausgesetzt. Neben Diebstahl könnten zum Beispiel ein Feuer oder ein Wasserschaden zum Datenverlust führen. Damit dies nicht passiert, hat das junge Münchener Unternehmen
secumem "Threx" entwickelt: einen Festplatten-Tresor für kleine und mittelgroße Betriebe, der die Daten vor verschiedensten Risiken beschützen soll.
Mit Kühlfunktion
Bei Threx handelt es sich um einen 47x44x44 Zentimeter großen Tresor, der von außen aus geschweißtem Stahl und innen aus Aluminium besteht. Beide Schichten sind hermetisch abgedichtet. Die Box beherbergt zwei 3,5-Zoll-Festplatten mit einer Kapazität von je einem Terabyte, die mit 7.200 Umdrehungen pro Minute rotieren und im Raid 1-Verbund betrieben werden, um die Daten zu spiegeln. Ein mit Flüssigkeit gefüllter Behälter sorgt dafür, dass die Festplatten nicht zu heiß werden und wirkt im Brandfall wie eine Isolierung. Die Daten werden zunächst durch eine Verschlüsselung geschützt, der Tresor wiederum wird mit einem Hochsicherheitsschloss versperrt.
Trotzt Wasser, Feuer und Dieben
So sieht der Sicherheitswürfel "Threx" aus.
Bild: secumem
Damit der 75 Kilogramm schwere Kasten nicht gestohlen werden kann, lässt er sich im Boden verankern. Darüber hinaus übersteht Threx nach Angaben des Herstellers einen Druck von bis zu 100 Kilogramm pro Seite und Stürze aus 20 Metern Höhe. Auch gegen Wasser und Feuer zeigt er sich robust: Ein Wasserdruck von bis zu 50 bar kann ihm nichts anhaben, gegen Feuer ist er bis zu 60 Minuten resistent. Zusätzlich bewahrt er den sensiblen Inhalt vor Schäden durch Schusswaffen und ist elektronisch gegen Blitzschlag und Überspannung abgesichert. Falls eine der Festplatten ausfallen sollte, reagiert der Tresor mit einem optischen und akustischen Alarm. Mit dem mitgelieferten Programm kann der Nutzer zusätzlich eine E-Mail-Benachrichtigung einstellen.
Marktstart im kommenden Jahr
Threx lässt sich per eSATA oder USB 2.0 mit dem Computer verbinden, weitere Schnittstellen – wie FireWire, Ethernet und
WLAN – sind optional erhältlich. Im Betriebssystem wird er normal als Laufwerk angezeigt, sodass herkömmliche Backup-Software installiert werden kann. Der Datenbunker soll voraussichtlich ab Februar 2009 für 4.930 Euro zu haben sein. Wer sich schon jetzt für das System interessiert, kann bei secumem die Nullserie erwerben.