Das Surfen im Internet kann sehr unterhaltsam und informativ sein. Unabdingbar ist allerdings der Einsatz einer
Virenschutzsoftware und einer
Firewall. Die Hersteller solcher Schutzprogramme raten die Software immer auf dem neuesten Stand zu halten. Dem tschechischen Sicherheitsspezialisten AVG ist nun allerdings ein fataler Fehler in einem Programmupdate unterlaufen.
Update zerstört Windows XP
AVG warnt aktuell vor dem Update des
AVG Virenscanners in den Versionen 7.5 und 8.0. Sowohl bei der im Handel erhältlichen käuflichen Vollversion als auch bei der kostenlos über das Internet vertriebenen Variante tritt nach der Aktualisierung des Programms ein Problem mit Windows XP auf. Der Virenschützer schlägt bei der Datei user32.dll (Version 5.1.2600.3099) Alarm und identifiziert sie fälschlicherweise als Trojaner. Die Anwender werden zum Löschen der Datei aufgefordert. Diese ist jedoch für den Betrieb von Windows XP unbedingt erforderlich. Ohne diese Datei startet das Microsoft Betriebssystem nicht mehr. Das Problem tritt nach Angaben von AVG allerdings nur in den Sprachversionen von Windows XP in Holländisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch auf.
AVG stellt Fix-Tool bereit
Betroffenen Windows XP-Nutzern bietet AVG auf der Support-Internetseite unter der Topic-Nummer 1574 eine
manuelle Lösung zur Wiederherstellung der gelöschten Windowsdatei an. Dazu wird allerdings die Installations-CD von Windows XP benötigt. Ist diese gerade nicht zur Hand, können Anwender auch ein
Fix-Tool herunterladen, das AVG unter Topic-Nummer 1575 bereitstellt. Dieser Fix kann als CD-Image von einer CD oder von einem USB-Stick ausgeführt werden. Nach der Anwendung des Tools rät AVG dazu, das Update-Programm des Virenscanners zu starten.
Die aktuellen Viren-Signaturen hat AVG inzwischen korrigiert.
Weltweit findet sich das AVG Virenschutzprogramm auf rund 80 Millionen Rechnern.