Eine neue
Online-Umfrage der Verbraucherzentralen scheint zu bestätigen, was viele Nutzer schon ahnten: Surfen per
DSL ist in Deutschland mehr mit Problemen als mit Vergnügen verbunden. Sowohl Leistung, Geschwindigkeit als auch Kundenservice lassen anbieterübergreifend zu Wünschen übrig.
Langsamer als versprochen
Insgesamt beteiligten sich fast 15.000 Nutzer an der bundesweiten Umfrage, wobei eine Mehrzahl von Ihnen bereits über einen Breitbandanschluss verfügte. Der erste Kritikpunkt richtet sich gegen das Anbieterversprechen einer schnellen Internetanbindung: In 48 Prozent der Fälle wurden vor Vertragsunterzeichnung höhere Übertragungsgeschwindigkeiten in Aussicht gestellt, als später realisiert werden konnten. "Anspruch und Versprechen der
DSL Anbieter sind oft meilenweit entfernt von der Realität der Umsetzung bei den Kunden", fasst Olaf Weinel, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Niedersachsen, das Ergebnis zusammen.
Knackpunkt Zugang: Bis die ersten Daten fließen, können
schon mal einige Monate vergehen. Bild: Photocase
Nervige Wartezeiten
Das zweite Ärgernis sehen Kunden in zu langen Wartezeiten, die neue
Provider zur Schaltung des Anschlusses benötigen. Von den knapp 5.500 Umfrageteilnehmern, die sich bereits zu den Wechselerfahrenen zählen, gaben fast 30 Prozent an, einen Monat lang darauf gewartet zu haben. Rund elf Prozent warteten im Schnitt zwei Monate lang auf ihren Zugang, rund acht Prozent der Nutzer mussten nach einem Wechsel drei Monate ohne Internet auskommen. Bei immerhin sechs Prozent betrug die Wartezeit ein halbes Jahr und länger.