So manches Schnäppchen hatte auf dem
eBay-Marktplatz bislang ein teures Nachspiel: Nicht selten schlugen Verkäufer beim Gesamtpreis kräftig zu, indem sie überhöhte Gebühren für Porto und Verpackung kassierten. Damit soll ab heute Schluss sein, teilte das Auktionshaus mit. Ab sofort gelten strikte Obergrenzen bei der Berechnung der Versandkosten.
2,50 Euro für einen Brief
Der neue Vorstoß ist eine Neuauflage des bereits im Juni eingeführten
Portolimits. Damals hatte eBay für 34 verschiedene Kategorien verbindliche Obergrenzen festgelegt. Nun wurde Beschränkung aufgehoben, so dass beinahe alle Kaufrubriken nun unter die neuen Regeln fallen. Angebote mit Versandkosten über dem Maximalwert werden damit schon beim Einstellen geblockt. So kann für den Versand eines einfachen Briefes im Inland nicht mehr als 2,50 Euro verlangt werden. Das Porto von Bücher- und Warensendungen darf den Käufer inklusive der Verpackung nicht mehr als 2,00 Euro kosten.
Alle übrigens Versandarten – wie Päckchen, Pakete und Einschreiben – dürfen bei
150 Kategorien die Grenze von 7,00 Euro nicht überschreiten. Produkte wie Computer-Hardware und -Software, Unterhaltungselektronik, Spielzeug und Schmuck zählen unter anderem dazu. Wie eBay mitteilt, habe man sich beim Festsetzen des Maximalportos für Kategorien entschieden, bei denen sich Käufer regelmäßig an den hohen Versandkosten gestoßen hätten. Weitere sollen mittelfristig hinzukommen.
Die Ausnahmefälle
Bei allen übrigen Kategorien bleibt - mit Ausnahme von Brief- und Warensendungen - die Höhe des Portos der Entscheidung des Verkäufers überlassen, auch bei Sendungen ins Ausland können Ausnahmen gemacht werden. Die neuen Höchstgrenzen gelten ausschließlich für Auktionen auf
eBay.de: eBay.ch und eBay.at bleiben vorerst von der Regelung ausgenommen.