Dienstag, 04.11.2008 14:01

Apple-Dementi: Keine neuen Macs zu Weihnachten

aus dem Bereich Computer
Entgegen allen Gerüchten will Apple in diesem Jahr keine neue Hardware mehr auf den Markt bringen. Das berichtet das Branchenmagazin "Macworld" unter Berufung auf den Unternehmenssprecher Bill Evans. Stattdessen wurden wichtige personelle Veränderungen bekannt gegeben.

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"Unsere Aufstellung steht"

Zuvor war immer wieder darüber spekuliert worden, dass Apple-Chef Steve Jobs pünktlich zum Weihnachtsgeschäft überarbeitete Modelle der iMac-Produktlinie sowie einen neuen Mac mini vorstellen wird. Daraus wird allem Anschein jedoch nichts werden: "Unsere Aufstellung für die Feiertage steht", teilte Bill Evans "Macworld" mit. Dabei hätten Apples Desktop-Rechner laut Zeitplan dringend eine Auffrischung nötig: Der Mac Pro wurde im Januar neu konfiguriert, die iMacs waren April dran, das letzte Update des Mac mini, bei dem in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Lieferschwierigkeiten auftraten, geschah im August 2007.

Viele Pfeile im Köcher

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iMac-Serie bleibt unverändert. Bild: Apple
Dennoch braucht Apple sich keinen Vorwurf machen zu lassen: In diesem Jahr hat das Unternehmen aus dem kalifornischem Cupertino bereits eine ansehnliche Sammlung neuer und überarbeiteter High-Tech-Gerätschaften auf den Markt gebracht: Allen voran das iPhone 3G, mit dem Apple bereits den etablierten BlackBerry-Produzenten Research in Motion (RIM) bei den Verkaufszahlen hinter sich lassen konnte. Das Jahr 2008 brachte zudem frische iPods und verbesserte MacBooks sowie ein 24 Zoll großes Cinema Display. Analysten bescheinigen Apple eine gute Marktaufstellung für die kommende Saison. "Macworld" zitiert Michael Gartenberg, den Vizepräsident des Marktforschungsunternehmens JupiterMedia, mit den Worten: "Apple feuert aus allen Rohren."

iPod-Chefentwickler nimmt den Hut

Tatsächlich beschäftigt gerade ein ganz anderes Thema die Konzernspitze. Wie das "Wall Street Journal" am Montag berichtet, habe der bisherige iPod-Chefentwickler Tony Fadel überraschend den Hut genommen. Er war 2001 zu Apple gestoßen und gilt als einer der Väter des mobilen Musikspielers, von dem alleine im vergangenen Quartal weitweit rund elf Millionen Exemplare über den Ladentisch gingen. Laut Bericht sollen "persönliche Gründe" für den Abschied Fadels verantwortlich sein. Ein Nachfolger sei bereits in Aussicht. Mark Papermaster, bislang Chip-Designer bei IBM, habe bei Apple bereits einen Vertrag unterschrieben - allerdings will ihn sein bisheriger Arbeitgeber nicht ziehen lassen. Laut IBM sei Papermaster eine Vereinbarung eingegangen, die besagt, dass der Techniker mindestens ein Jahr lang nach dem Ausscheiden bei keinem Konkurrenten anheuern darf. Um Betriebsgeheimnisse zu schützen, hat IBM nun Klage gegen Papermaster eingereicht.
André Vatter
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