Mittwoch, 29.10.2008 11:47

Deutsche schauen drei Milliarden Online-Videos

aus dem Bereich Sonstiges
Das Internet wird nicht nur zur Information, sondern in zunehmendem Maße als Unterhaltungsmedium genutzt, das in Konkurrenz zu TV und Radio tritt. US-Firmen dominieren dabei das deutsche Internet mit populären Webangeboten von Google, Microsoft und eBay. Die Deutschen sitzen immer länger vor ihrem Computer oder ihrem Notebook und schauen sich unter anderem besonders gerne Online-Videos an.

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219 Millionen Stunden Videos

Das US-Unternehmen comScore, weltweit in der Messung und Auswertung digitaler Medien tätig, hat nun Zahlen für die Internetnutzung der Deutschen im August vorgelegt. Rund 25,9 Millionen Deutschen haben sich demnach in dem Untersuchungsmonat über drei Milliarden Online-Videos angeschaut. Darunter finden sich kleine Videoschnipsel von ein paar Minuten Länge, aber auch längere Filme. All diese Videos zusammen bringen es auf eine Laufzeit von 219 Millionen Stunden.

Die Rolle des Platzhirsches auf dem deutschen Markt nimmt unangefochten das zum Google-Konzern gehörende Video-Portal YouTube ein. Alleine 52 Prozent aller in Deutschland angeschauten Internetvideos flimmerten auf den Internetseiten von YouTube. Auf den nächsten beiden Plätzen folgen mit ProSiebenSat1 und der RTL-Gruppe zwei deutsche Medienunternehmen mit ihren Onlineangeboten. Diese sind allerdings mit einem Anteil von 1,5 und 1,1 Prozent an der Gesamtzahl der angeschauten Videos bereits weit abgeschlagen. Ein einzelner Internetsurfer schaut sich laut comScore im Monat durchschnittlich rund 118 Videos an.

Google lockt mit YouTube die meisten Zuschauer

Die große Zahl an angebotenen Videos machte die Internetseiten des Google-Konzerns zu einem wahren Publikumsmagneten: 16,7 Millionen Deutsche schauten sich dort bewegte Bilder an. Mit immerhin noch der Hälfte der Zuschauer, rund 8,9 Millionen Nutzer, konnte Universal Music auf Platz Zwei aufwarten. Die beiden Medienkonzerne RTL und ProSiebenSat1 erreichten mit ihren Videos im Netz 4,4 und vier Millionen Internetsurfer.
Jörg Schamberg
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