Für Nutzer von Microsoft-Software ist es inzwischen schon zur Gewohnheit geworden, jeden zweiten Dienstag im Monat rot im Kalender anzustreichen. Zum so genannten Patchday veröffentlicht der weltgrößte Software-Konzern regelmäßig diverse Updates, mit denen Sicherheitslücken geschlossen werden. Im Oktober wurden allein
20 Schwachstellen auf einen Schlag gefixt. Überraschend wird jetzt ein Patch nachgeschoben.
Wichtiges Update
Es kommt nicht oft vor, dass Microsoft einen Patch außerplanmäßig nachreicht, am Donnerstagabend wird genau das aber der Fall sein. Das lässt darauf schließen, dass von der Sicherheitslücke ein besonders hohes Gefahrenpotenzial ausgeht. Schon jetzt ist bekannt, dass es sich um eine als insgesamt kritisch eingestufte Schwachstelle handelt, die alle gängigen Windows-Rechner betrifft.
Die höchste Warnstufe gilt für Windows 2000, XP und Server 2003-Rechner. Immerhin noch als wichtig stuft Microsoft den Patch für alle Rechner ein, auf denen
Windows Vista oder Server 2008 läuft. Wird der Patch nicht aufgespielt, laufen Internetsurfer Gefahr, dass Hacker die Kontrolle über den ungeschützten Rechner übernehmen.
Update: Achtung Wurm-Gefahr
In Kürze ist der Download des wichtigen Updates möglich. Es behebt eine Schwachstelle im RPC-Serverdienst, wie Microsoft am Donnerstagabend bekannt gegeben hat. Auf Systemen mit Microsoft Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 kann ein Angreifer diese Sicherheitsanfälligkeit ohne Authentifizierung ausnutzen, um beliebigen Code auszuführen.
Nach Microsoft-Angaben sei dies insbesondere gefährlich, weil die Schwachstelle genutzt werden kann, um Computer-Würmer zu verbreiten. Entsprechende Versuche, die Schwachstelle auszunutzen, seien bereits registriert worden, so das Software-Unternehmen. Im Jahr 2003 kam es in ähnlichen Fällen zu schwerwiegenden Zwischenfällen durch den Wurm
MSBlaster. Um ähnlichen Zwischenfällen vorzubeugen, sollte jeder Windows-Nutzer schnellstmöglich das notwendige
Update installieren - sobald es verfügbar ist.