Mittwoch, 22.10.2008 16:01

RIM plant Online-Shop für BlackBerry-Anwendungen

aus dem Bereich Mobilfunk
Auf seiner ersten Entwickler-Konferenz in Kalifornien hat der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) zwei neue Vertriebs-Initiativen vorgestellt: Den neuen Online-Shop "Blackberry Storefront" für BlackBerry-Anwendungen sowie das auf Geräten vorinstallierte "Application Center".

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Start des Shops im März 2009

In Kombination mit dem Application Center soll den Nutzern über den Online-Shop eine größere Auswahl an Zusatzprogrammen und Spielen geboten werden sowie eine einfache Methode, um Installationen und Upgrades zu verwalten oder Einkäufe zu tätigen. Das Unternehmen kooperiert dabei mit eBay, um den Online-Bezahlservice PayPal einsetzen zu können. RIM plant die Einführung des neuen Online-Shops im März 2009.

Entwickler von Blackberry-Applikationen können bereits ab Dezember diesen Jahres ihre Anwendungen und Inhalte einreichen, um sie in den Shop zu integrieren. Der Shop wird es Entwicklern ermöglichen, ihre eigenen Preise festzulegen. 20 Prozent der Einnahmen, die über den Vertrieb erzielt werden, bleiben bei RIM. Ähnlich hält es auch Wettbewerber Apple mit seinem App-Store, über den Zusatz-Software und Spiele für das iPhone angeboten werden.

Vetriebsoffensive gegen Verkaufsgerüchte

"Die Einführung von Anwender-freundlicheren Funktionen auf BlackBerry Smartphones motiviert schon jetzt Entwickler, Tausende von Consumer- und Lifestyle-Applikationen für BlackBerry Smartphones zu schaffen", sagt Mike Lazarides, Präsident und Co-CEO von RIM. Zudem arbeite man eng mit seinen Mobilfunk-Partnern zusammen, um auch spezielle Application Center der Netzbetreiber vorinstalliert anbieten zu können. RIM hat so bereits Anwendungen wie beispielsweise Facebook für BlackBerry Smartphones bereitgestellt.

Unabhängig von der neuen Vertriebsoffensive mehren sich aber in Analystenkreisen die Gerüchte, dass RIM aufgrund schlechter Verkaufszahlen und damit einhergehendem Kursverfall an der Börse möglicherweise verkauft werden könnte. Als möglicher Interessent wird unter anderen auch Microsoft genannt, für den der Smartphone-Hersteller ein massiver strategischer Zugewinn im Hinblick auf den Mobilfunkmarkt wäre.
Michael Posdziech
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