Das Internetversandhaus
Amazon setzt derzeit mal wieder auf Expansion. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Unternehmen kürzlich das etablierte Entwicklerstudio Reflexive Entertainment übernommen. Hintergrund sind Pläne des Online-Händlers, künftig auch auf dem lukrativen Markt für
Videospiele kräftig mitmischen zu wollen.
Interessantes Portfolio
Bisher hat die Spieleschmiede vor allem mit Titeln wie beispielsweise "Wik: The Fable of Souls" für PC-Systeme und die
Xbox 360-Konsole einen Namen in der Branche gemacht. Besonders interessieren dürfte sich Amazon besonders für das breite Portfolio an so genannten Casual Games von Reflexive Entertainment. Zudem verfügt das Unternehmen mit "Reflexive Arcade" über eine erfolgreiche Online-Vertriebsplattform, über die nicht nur eigene Titel angeboten werden, sondern auch Spiele von anderen Entwicklern. "Mit einem Schlag haben wir unsere Kunden-Reichweite deutlich erhöhen können", schreibt Reflexive-Chef Lars Brubaker in seinem
Blog. Man freue sich, nach der Übernahme nun Bestandteil der großen Amazon-Familie zu sein. Zudem stellte Brubaker seinen Kunden schon bald "großartige Neuigkeiten" in Aussicht.
Amazon plant eigene Vertriebsplattform
Nachdem Unternehmen wie
Yahoo und
Real Networks in der Vergangenheit bereits eigene Vertriebsplattformen für Casual Games gestartet haben, will Amazon jetzt scheinbar mit einem eigenen Portal nachziehen. Einen genauen Zeitpunkt für den Start nennt der Online-Händler allerdings noch nicht. Unklar ist auch, ob Amazon künftig eigene Spiele produzieren lassen wird.
Michael Friedrichs