In das größte deutschsprachige
soziale Netzwerk, studiVZ, kommt Bewegung. Derzeit wird nicht nur ein neuer
Chat getestet, auch in der Führungsetage weht künftig ein anderer Wind. Der bisherige Geschäftsführer Marcus Riecke, steht ab sofort in der in Berlin heimischen VZ-Zentrale nicht mehr hinter dem Steuer.
Abschied…
In einer Unternehmensmitteilung heißt es, dass der 42-Jährige mit sofortiger Wirkung und - wie in solchen Fällen üblich - auf eigenen Wunsch bei studiVZ ausscheide. Das klingt nach einer einvernehmlichen Trennung, kommt aber doch überraschend. Erst vor wenigen Tagen hatte studiVZ Einladungen zum so genannten "VZ-Dialog 2008" in Berlin verschickt. Auf dem Kongress sollte am 20. November eigentlich auch Riecke einen Vortrag halten.
…oder Rauswurf?
Neuer StudiVZ-Chef Clemens Riedl
Bild: Verlagsgruppe Holtzbrinck
Es ist daher auch denkbar, dass schlechte Quartalszahlen zu einem Rauswurf Rieckes durch den
Eigentümer, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, geführt haben. Zuletzt hatte der einstige
eBay-Manager Riecke in Interviews erklärt, dass vorrangig das Mitglieder-Wachstum im Fokus stehe. Es hatte aber auch
drastische Einbrüche bei den für die Vermarktung wichtigen Page Impressions gegeben. Ein von Holtzbrinck erwarteter Gewinn ist auch für 2008 nicht in Sicht.
Nachfolger gefunden
Nachfolger von Riecke wird Clemens Riedl, der seit August dieses Jahres vom "Tagesspiegel" zu studiVZ wechselte und seitdem für die Werbeerlöse der drei großen VZ-Portale studiVZ, schuelerVZ und
meinVZ verantwortlich ist.