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Thüringen sollen auch ländliche Regionen zügig an das Breitband-Internet angeschlossen werden. Dazu hat die Landesregierung gemeinsam mit kommunalen Spitzenverbänden, der Thüringer Landesmedienanstalt und weiteren Partnern aus Wirtschaft, Verbänden und Infrastrukturanbietern die Initiative "Thüringen Online" gestartet.
Jährlich 883.000 Euro verfügbar
"Eine moderne Breitband-Infrastruktur ist eine Voraussetzung für Wachstum und Arbeitsplätze", erklärte Landeswirtschaftsminister Jürgen Reinholz. Deshalb sei das Ziel der Initiative, kleine Gemeinden ohne schnelle Internetanbindung und Telekommunikationsanbieter an einen Tisch zu bringen. Dabei sollten auch alternative Technologien zum bekannten
DSL-Anschluss, wie
Glasfaser,
Funk oder
UMTS, erörtert werden.
Die Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume soll bis zum Jahr 2010 laufen, in dieser Zeit stehen jährlich 883.000 Euro landesweit zur Verfügung. Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern können ab Mitte November Anträge für die Forderung stellen, wobei die Zuwendungen für einzelne Projekte laut Wirtschaftsministerium zwischen 10.000 und 75.000 Euro liegen müssen. Mindestens 40 Prozent der entstehenden Kosten soll der Antragsteller selber tragen.
Über fünf Prozent der Haushalte ohne Breitband
Das Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass in Thüringen für rund 57.000 der 1,1 Millionen privaten Haushalte kein schneller Internetanschluss verfügbar ist, der eine Übertragungsrate von mehr als einem Megabit pro Sekunde erreicht. Dabei handele es sich zumeist um Orte in ländlichen Gebieten, die für Breitband-Anbieter unrentabel seien.
Eine inzwischen angelaufene Erhebung der tatsächlichen
Breitband-Abdeckung in Thüringen soll detailliert den Bedarf in den einzelnen Orten und Ortsteilen ermitteln.