Der Handy-Hersteller
Sony Ericsson ist im abgelaufenen Quartal in die Verlustzone gerutscht. Der Fehlbetrag belaufe sich auf 25 Millionen Euro nach einem Überschuss von 120 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die
Gemeinschaftsfirma von Sony und Ericsson am Freitag in London mit. Neben Währungseffekten machte der weltweit fünftgrößte Handy-Produzent Kosten aus dem Konzernumbau für die roten Zahlen verantwortlich.
Umsatz bricht ein
Wie Sony Ericsson berichtete, brach der Umsatz um zehn Prozent auf 2,81 Milliarden Euro ein. Wie im Vorjahr wurden 25,7 Millionen Mobiltelefone verkauft. Sony Ericsson setzt stärker auf den Absatz in Schwellenländern, wo billigere Handy-Modelle beliebt sind. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät (ASP), eine wichtige Kenngröße für die Branche, sackte um elf Euro auf 109 Euro ab.
Sony Ericsson wird umstrukturiert
Sony Ericsson steckt in einer großen
Umstrukturierung, mit der die Mutterkonzerne das Unternehmen für den verschärften Wettbewerb rüsten wollen. Geplant sind Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro, die ab der zweiten Jahreshälfte 2009 erreicht werden sollen. Die Aktien von Ericsson stiegen am Morgen in einem freundlichen Marktumfeld um 6,28 Prozent auf 50,80 Schwedische Kronen (knapp 5 Euro).
Für das laufende Jahr äußerte sich Konzern-Präsident Dick Komiyama für die Branche zuversichtlich. Er rechnet mit einem weltweiten Absatzplus von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Treiber seien weiterhin Schwellenländer wie China und Indien. Mit seiner Erwartung zeigte sich Komiyama optimistischer als die Experten der Marktforschungsfirma Gartner, die am Donnerstag ihre Erwartung zurückgeschraubt hatten.