Mittwoch, 15.10.2008 15:02

Absturz: BlackBerry Bold mit Softwareproblemen

aus dem Bereich Mobilfunk
Die Software der BlackBerry-Geräte galt bislang als äußerst zuverlässig. Doch scheinbar hat sich der Hersteller Research In Motion (RIM) aufgrund des zunehmenden Konkurrenzdrucks dazu hinreißen lassen, ein zumindest teilweise nicht ausgereiftes Model zu verkaufen.

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UMTS-Modul unter Verdacht

Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, treten vermehrt Probleme beim erst in diesem Sommer eingeführten BlackBerry Bold auf. Das erstmals eingesetzte UMTS-Modul des Multimedia-Smartphones verursacht offenbar Softwareabstürze. Darauf reagierte jetzt in Großbritannien mit Orange UK der erste große Mobilfunkanbieter und stoppte den Verkauf des Gerätes. Laut FTD bestätigen sowohl Orange UK als auch RIM, dass an einem Software-Update gearbeitet werde, um Probleme mit dem UMTS-Empfang zu lösen.

Der Smartphone-Hersteller wies zudem darauf hin, von Schwierigkeiten in Deutschland keine Kenntnisse zu haben. Diese soll es aber durchaus geben, denn der FTD seien auch deutsche Bold-Nutzer mit defekten Geräten von Mobilfunker T-Mobile bekannt. Der Wettbewerber Vodafone brachte den Bold hingegen drei Wochen später als geplant heraus. RIM habe vor dem Marktstart eine "komplett andere Softwareversion" entwickeln müssen, mit der die Fehler behoben worden seien, sagte ein Vodafone-Sprecher.

Unternehmen steht in USA unter massivem Druck

RIM steht insbesondere im Kernmarkt USA unter starkem Druck, denn neue Smartphones wie das T-Mobile G1 oder das Asus P552w drängen auf den Markt. Laut dem Marktforscher NPD Group hat Apple den Konkurrenten RIM bereits hinter sich gelassen. Das iPhone ist nun das meistverkaufte Smartphone in den USA und hat die BlackBerry-Modelle Curve und Pearl hinter sich gelassen.

RIM versucht, die Attacken mit neuen Geräten für Privatkunden abzufangen. Die Modelle Bold und das neue Touchscreen-Smartphone Storm sind auf Multimedia-Anwendungen ausgelegt und verfügen über einen verbesserten Internetzugang. Aber was den Datentransfer eigentlich beschleunigen soll, ist nun scheinbar für die Softwareabstürze verantwortlich.
Michael Posdziech
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    Zuletzt kommentiert von Gl05e am 15.10.2008 um 15:06 Uhr
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