Ob pure Neugierde oder berufliche Gründe dazu bewegen, beantworten die Zahlen nicht. Fest steht jedoch, dass jeder dritte Deutsche schon einmal in Google und anderen Suchmaschinen seinen Namen eingegeben hat. Das teilt der Branchenverband Bitkom nach Auswertung seiner monatlichen Erhebung Webmonitor mit. Für die Oktober-Ausgabe wurden 1.001 Deutsche befragt.
Ego-Googeln: Neuer Trend?
"Ego-Googeln" liegt offenbar im Trend: 34 Prozent der über 14jährigen haben schon einmal nach Treffern zu ihrem Namen geforscht. Für Unternehmer stehen vermutlich Imagegründe im Vordergrund. Fast zwei Drittel aller Selbstständigen (66 Prozent) prüfen daher das eigene Bild in der Internet-Öffentlichkeit.
Neugierde ist wohl vor allem bei den jüngeren Menschen im Spiel. Von den 18- bis 29-Jährigen ist gut jeder Dritte (67 Prozent) bereits auf die Suche nach dem eigenen Online-Ich gegangen.
Neugierde sinkt mit Reife
Mit der Reife sinkt offenbar der Spaß am Ego-Googeln: Von den 30- bis 44-Jährigen checken 41 Prozent die persönlichen Web-Einträge. Je älter, desto gleichgültiger: von den 45- bis 59-Jährigen sind es noch etwa 34 Prozent. Die über 60jährigen stehen über den Dingen: Nur bei jedem Zehnten spielt das Web-Image noch eine Rolle.
Sind Männer tendenziell eitler als Frauen? Das kann die Erhebung nicht beweisen. Die Zahlen sprechen jedoch dafür: Unter den Männern beträgt der Anteil der Ego-Googler 36 Prozent, bei den Frauen sind es 32 Prozent.
Dorothee Monreal