Vor einem Jahr stellte
Microsoft seine eigene Entwicklungs- und Ablaufumgebung für Webvideos und animierte Websites vor.
Silverlight sollte Content-Anbieter und Werbeproduzenten bei der Kombination von Videos und Animationen mit anderen Anwendungen unterstützen, ähnlich der Funktionalität von Adobes
Flash. Jetzt steht die fertige zweite Version des Browser-Plugins zur Verfügung und soll dem Programm zu mehr Popularität verhelfen.
Umfangreiche Erweiterungen
Silverlight läuft unter
Windows und
MacOS in den Browsern
Internet Explorer,
Firefox und
Safari. Die
Linux-Version Moonlight liegt derzeit erst in Version 0.7 vor. Da der Vorgänger Silverlight 1 ausschließlich JavaScript ausführte, war er nur für einfache Berechnungen oder zum Abspielen von Videos geeignet. In der neuen Version ist ein abgespecktes .NET Framework integriert und ermöglicht das Ausführen von Code in C#, Visual Basic, Python oder Ruby.
Silverlight 2 bietet verbesserte Skin- und Template-Unterstützung, grafische Elemente wie Textkästen, Schaltflächen, Radio-Buttons, Schieberegler oder Kalender werden mitgeliefert. Ein neues Feature des Plugins ist auch der sogenannte "Deep Zoom", mit dem weich und sehr tief in hochauflösende Bilder hereingezoomt werden kann. Um diese selbst herzustellen, wird die kostenlose Software Deep Zoom Composer angeboten. Zusätzlich sollen REST, WS*/SOAP, POX, RSS sowie HTTP-Dienste unterstützt werden und die einfache Kommunikation mit Webdiensten ermöglichen. Das schützen von Inhalten mittels Digital Rights Management (
DRM) ist ebenfalls möglich.
Microsoft verfolgt Open-Source-Ansatz
Mit Microsofts hauseigenen Entwicklerwerkzeugen Visual Studio 2008 und Expression Studio 2 lassen sich Silverlight-Inhalte gestalten und programmieren. Zusätzlich fördert das Unternehmen aber das Open-Source-Projekt "Eclipse" der französischen Firma Soyatec und lässt eine Silverlight-Erweiterung für die freie Entwicklungsumgebung programmieren. Darüber hinaus soll über das Microsoft Entwickler-Netzwerk MSDN die Spezifikation der Silverlight zugrunde liegenden Extensible Application Markup Language (XAML) offengelegt und mit dem Silverlight Control Pack (SCP) weitere Bedienoberflächen-Elemente zur Verfügung gestellt werden.
Laut Microsoft liegt die Verbreitung von Silverlight in einigen Ländern bereits bei rund 50 Prozent. Viele von Microsoft selbst bereitgestellte Inhalte lassen sich mittlerweile nur noch mit installiertem Silverlight nutzen.