Wieder mal Langeweile und nichts Interessantes im TV? Das rapide wachsende Angebot an Online-Videos und Web-TV-Angeboten im Internet bietet ausreichend Abwechslung. Alleine im weltweit führenden Online-Videoportal
YouTube stehen abertausende Videos zu allen möglichen Themenbereichen zum Abruf bereit. Die Clips lassen sich ohne gesonderte Software problemlos im Internetbrowser anschauen, die Qualität ist dabei jedoch recht unterschiedlich.
Web-TV via Browser
Der Video-Streaming Service
Joost, der im Jahr 2007 international gestartet ist, setzte bisher auf eine andere Lösung. Per gesonderter Client-Software ermöglichte der von den Skype-Gründern Niklas Zennstrom und Janus Friis geschaffene Videodienst das Anschauen von Videos aus den Bereichen Film, Music oder Show. Um nicht noch weiter von YouTube oder dem vor allem in den USA populären
Hulu abgehängt zu werden, ermöglicht Joost ab sofort das direkte Anschauen im Browser mit einem Flash Player. Auch ein Abspielen im Vollbild-Modus ist möglich.
Joost schließt Kooperationen mit Filmstudios
Die
Joost-Webseite wurde komplett neu relauncht und neue Community-Tools eingeführt. Mit diesen sollen Joost-Anwender die für sie interessanten Angebote finden. Außerdem sind nun unter anderem auch Kommentare zu den angebotenen Videos möglich. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können ist Joost Kooperationen mit TV-Sendern und Hollywood-Filmstudios eingegangen. Dadurch sollen neben zahlreichen kleineren Video-Clips auch Filme in voller Länge gezeigt werden können. Nach einem Bericht der "New York Times" befinden sich derzeit auf Joost alleine rund 18.000 Videos von den Musiksendern MTV und VH1. Durch Kooperationen mit CBS, Viacom und Warner Brothers finden sich nun auch Serien "Friends" oder "The Hills" und eine Auswahl von Filmen wie "Jerry Maguire" oder "Men in Black". Dennoch muss erwähnt werden, dass sich auf Joost auch viele ältere Filme, teils sogar in Schwarz-Weiß, finden, die nicht gerade geeignet scheinen Joost eine größere Anhängerschar zu bescheren.
Community-Gedanke wird gestärkt

WebTV Joost für den Browser.
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Screenshot: onlinekosten.de
Der Dienst finanziert sich ausschließlich durch Werbung, die vor dem Start der Video-Clips eingeblendet wird. Joost-Chef Mike Volpi erklärte gegenüber der "New York Times", dass die Peer-to-Peer-Technologie zugunsten der neuen Flash-basierten Webseite aufgegeben wurde. Nur bei der Übertragung von Live-Events werde man noch auf die Peer-to-Peer-Technologie zurückgreifen. Joost solle sich als Alternative zu YouTube und Hulu etablieren und Inhalte zeigen, die noch nicht im Internet zu finden sind. Gestärkt werden sollte der Community-Gedanke. Nutzer können nun etwa auch sehen, welche Inhalte befreundete Joost-Anwender gerade anschauen. Joost-Anwender können ihre Lieblingsprogramme mit anderen teilen. Gemeinsame Interessen können in Fan-Gruppen diskutiert werden. Wer sich als total gläserner Nutzer präsentieren möchte, kann seine Joost-Aktivitäten per News-Feed auch auf Webseiten wie Facebook einbinden.
Nutzung regional beschränkt
Joost ist allerdings auf die Nutzung in einzelnen Ländern oder Regionen eingeschränkt. In einem kurzen Test fand onlinekosten.de im Bereich Filme dann auch entsprechende Hinweistafeln. Viele Angebote bleiben daher - wieder einmal - US-Bürgern vorenthalten.