Eine aktuelle Studie der britischen Firma Entertainment Media Research zur Internetnutzung hat ergeben, dass sich die meisten
Filesharing-Nutzer von Warnbriefen der
Musikindustrie abschrecken lassen würden.
70 Prozent würden aufhören
Es wurden 1.608 Briten ab 15 Jahren befragt, 520 von ihnen hatten angegeben, Inhalte per Filesharing aus dem Netz zu beziehen. Laut der Studie würden 70 Prozent derjenigen, die also illegal urheberrechtlich geschützte Inhalte herunterladen, die Finger davon lassen, sollte eine schriftliche Warnung oder ein Anruf erfolgen.
Der Verband der britischen Musikindustrie BPI hatte im Juli zusammen mit den größten Internet-Providern des Landes eine Abschreckungskampagne beschlossen. Die ersten sogenannten
Informationsbriefe waren bereits im Juni verschickt worden. Dabei wurde über die Illegalität des Filesharing auf diversen Plattformen aufgeklärt, aber Sanktionen wurden noch keine angedroht.
Die Musikindustrie setzt zunächst auf den heilsamen Schock und strebt in Zusammenarbeit mit den Internet-Providern ein dreistufiges System an. Demnach würden Nutzer von Filesharing-Netzwerken zunächst zweimal verwarnt und ihnen dann im dritten Schritt die Verbindung gekappt.