Montag, 13.10.2008 17:46

Windenergie soll Mobilfunk-Basisstation antreiben

aus dem Bereich Mobilfunk
Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat das Konzept einer mit Windenergie betriebenen Mobilfunk-Basisstation vorgestellt. Grundlage bildet das energieoptimierte Design des bereits mit einem Innovationspreis ausgezeichneten "Tower Tube" von Ericsson. Beim Tower Tube sind die Basisstation und die entsprechenden Mobilfunkantennen komplett in einem Betonturm untergebracht. Die Kombination mit einer Windturbine wird gemeinsam mit den Windenergie-Spezialisten von Vertical Wind AB und der Universität Uppsala erforscht.

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Energiesparende Alternative

Ericsson will feststellen, ob sich die neuartige Kombination als nachhaltige und kostengünstige Kommunikationslösung bewähren kann. Für das Forschungsprojekt wird erstmals eine Tower Tube mit einer eigenen Windturbine ausgestattet. Vier vertikal am Turm befestigte, rund fünf Meter lange Rotorblätter dienen dazu, die im Inneren verbaute Basisstation mit Energie zu versorgen. Die Turbine arbeite leise und minimiere die Belastung des Turms, so das Unternehmen.

Die Tests sollen nun zeigen, ob das Tower-Tube-Design und die Windturbine tatsächlich gut zusammenarbeiten. Dies würde eine preisgünstige mobile Kommunikation bei reduzierter Belastung der lokalen und globalen Umwelt ermöglichen. Die Tower Tube, die vor gut einem Jahr erstmals vorgestellt wurde, ist Ericsson zufolge an sich besonders umweltfreundlich. Dafür sei unter anderem die Turmkonstruktion aus Beton verantwortlich. Außerdem benötigt der Tower Tube kein Antennenkabel und kein Kühlsystem. Insgesamt liegt der Energieverbrauch dem Konzern zufolge um bis zu 40 Prozent unter dem klassischer Basisstationen.

Zahlreiche Initiativen innerhalb der Branche

Das neue Forschungsprojekt ist Teil einer Reihe von Ericsson-Initiativen rund um Energieeffizienz, erneuerbare Energien und weitere umweltfreundliche Technologien. Auch andere Unternehmen der Branche gehen neue Wege bei der Energieversorgung. Beispielsweise hat Nokia Siemens Networks im Frühjahr bekannt gegeben, bis 2011 primär erneuerbare Energien zur Versorgung von Basisstationen nutzen zu wollen. Motorola bietet seit einiger Zeit ein Wind-Solar-System für mittelgroße Sendestationen an.
Michael Posdziech
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