Rund vier Wochen nach Fertigstellung der ersten
Release Candidate haben die Entwickler von OpenOffice die nunmehr dritte Version der frei verfügbaren Open-Source-Software zum kostenlosen
Download veröffentlicht. Im Gegensatz zu früheren Programmversionen wird jetzt erstmals auch
Mac OS X voll unterstützt.
Überarbeiteter Programmcode
"OpenOffice ist mächtiger als je zuvor und mit der Unterstützung von MS Access 2007 .accdb-Dateien, verbesserter Unterstützung für VBA-Makros und der neuen Fähigkeit, Microsoft Office Open XML-Dateien zu lesen, ist es sogar noch einfacher, den Umstieg in Angriff zu nehmen," erklärt Florian Effenberger von OpenOffice.org. Rein äußerlich hat sich in der neuen Version bis auf das Startcenter für den Schnelleinstieg und moderner gestalteten Icons wenig verändert. Dafür stecken die Details im überarbeiteten Programmcode. So kann die Textverarbeitung Writer im Bearbeitungsmodus jetzt mehrere Seiten gleichzeitig anzeigen. Verbessert wurde auch die Anzeige von Notizen sowie die Unterstützung von mehreren Sprachen.
Optisch aufpoliert: das neue Startcenter zum Schnelleinstieg. Screenshot: onlinekosten.de
Ein paar Verbesserungen gibt es auch bei den anderen Programmen. Bei der Tabellenkalkulation Calc können nun mehrere Nutzer gleichzeitig an einem Blatt arbeiten. Zusätzlich wurde die Anzahl der möglichen Spalten auf 1.024 erhöht. Auch in Sachen Bildbearbeitung haben die Entwickler von OpenOffice dazugelernt. So können im Zeichenprogramm Draw sowie im Präsentationsprogramm Impress ab sofort alle Bilder nun besser zugeschnitten werden.
Microsoft Office-Daten leichter importieren
Besonders interessant für Umsteiger ist die erweiterte Importfunktion für Daten, die mit Hilfe von
Microsoft Office 2007/2008 erstellt wurden. Eine Exportmöglichkeit wird auch weiterhin nicht angeboten. Auch in puncto PDF-Unterstützung ist die neue Programmversion gut ausgerüstet. So unterstützt OpenOffice das ebenfalls quelloffene OpenDocument Format (ODF).
Michael Friedrichs