Zum Start der Beta des neuen Internetbrowsers
Chrome aus der Schmiede des Google-Konzerns gab es Anfang September einen regelrechten Hype um die neue Software. Alle fragten sich, ob der Suchmaschinengigant an der Vormachtstellung von Microsofts
Internet Explorer oder zumindest von Mozillas
Firefox kratzen konnte. Doch eine erste Analyse dürfte für Enttäuschung bei den Entwicklern von Chrome gesorgt haben.
Chrome noch keine Bedrohung
Adtech, Anbieter von Ad Management, misst seit 2004 regelmäßig die Verbreitung der verschiedenen Internetbrowser in Europa. Zu diesem Zweck werden die Browseranfragen an die Werbebanner auf zahlreichen Internetseiten ausgewertet. Für September wurden rund fünf Milliarden solcher Banneraufrufe analysiert. Chrome kam schon kurz nach dem Start durch zahlreiche neugierige Nutzer, die sich den bisher erst als Beta-Version erschienenen Browser anschauen wollten, auf einen Marktanteil von rund einem Prozent. Einen Monat nach Veröffentlichung hat sich der Marktanteil jedoch mit nur noch rund 0,5 Prozent glatt halbiert.
Firefox 3 begeistert wachsende Zahl von Surfern
Wesentlich erfolgreicher ist dagegen der etabliertere Firefox mit der Version 3.0 gestartet, die im Juni veröffentlicht wurde. Im September nutzten bereits 15,2 Prozent der Internetsurfer diesen Browser für ihre Ausflüge in das weltweite Netz. Im Vergleich zum Februar nahmen alle Firefox-Versionen zusammen einen Marktanteil von 22,3 Prozent ein. In sieben Monaten beträgt die Steigerung damit 22 Prozent. Der Platzhirsch unter den Internetbrowsern, der Internet Explorer 7, steht weiter unangefochten mit 48,4 Prozent auf Platz Eins. Die Vorgängerversion
Internet Explorer 6 verliert dagegen sieben Prozent und wird aber immerhin noch von 23 Prozent der Surfer genutzt. Alle alternative Browser wie
Opera oder
Safari vereinen zusammen einen Marktanteil von lediglich 5,3 Prozent.