Musik-Downloads auf Computer sind europaweit auf dem Vormarsch. Die Umsätze mit den legalen Online-Kopien stiegen nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK (Baden-Baden) in den ersten acht Monaten des Jahres um ein Fünftel (21 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Voraussichtlich 30 Prozent mehr
Im Trend ist vor allem der Download kompletter Alben, teilte das Marktforschungsunternehmen am Donnerstag mit. In diesem Bereich legten sowohl Umsätze als auch die verkaufte Menge um mehr als ein Drittel zu. Am häufigsten zogen sich Europas Computernutzer im vergangenen August den Song "I Kissed A Girl" von Katy Perry, Platz zwei ging an "Sweet About Me" von Gabriella Cilmi, die sich vor Kid Rocks Sommerhit "All Summer Long" platzierte.
In Deutschland wird der Umsatz mit
Musik-Downloads nach Schätzungen des Branchenverbandes BITKOM in diesem Jahr voraussichtlich um 30 Prozent auf 78 Millionen Euro zulegen. Die Zahl der Downloads aus dem Internet werde in diesem Jahr um mehr als zehn Prozent auf rund 38 Millionen einzelne Songs und Alben steigen. Einzelsongs kosteten im Download derzeit im Schnitt 1,11 Euro.
Verhältnis CD zu Download abhängig vom Künstler
Laut aktuellen Media-Control-Zahlen für die Gesamtverkäufe in Deutschland seit Jahresbeginn 2008 ist das Verhältnis von physischen und digitalen Verkäufen bei den einzelnen Künstlern höchst unterschiedlich. Amy Winehouse, Spitzenreiterin bei den Gesamt- und Albumverkäufen im laufenden Jahr, verkaufte sich noch zu 68 Prozent über physische Tonträger. Die Topinterpretin bei den Singles, Leona Lewis, setzt hingegen 51 Prozent ihrer Songs über Digitaldownloads ab. Lewis war der einzige Topact, bei dem der Anteil der Downloads den der physischen Tonträger überwog.
Michael Posdziech
/ dpa