Der weltgrößte Chiphersteller
Intel prüft ein Vorgehen gegen die vom kleineren Rivalen AMD geplante Ausgliederung seiner Fabriken. Intel kläre, ob die AMD-Pläne gegen gemeinsame Lizenzabkommen verstießen, sagte ein Intel-Sprecher am Deutschland-Sitz in Feldkirchen. Die Rechtsabteilung prüfe derzeit die Verträge.
Patentfrage unklar
Konkret geht es um sogenannte x86-Chips, die das Herz eines jeden PC bilden. Eine sogenannte Cross-Licence-Vereinbarung ermöglicht beiden Unternehmen, Patente des jeweiligen Konkurrenten zu nutzen. Intel-Prozessoren stecken in rund vier Fünftel aller Computer weltweit. Auf AMD entfällt der größte restliche Teil.
Während Intel hochprofitabel ist, arbeitet AMD
defizitär. Der kleinere der beiden Chiphersteller hatte deshalb am Dienstag bekanntgegeben, seine Fabriken in eine neue Produktionsfirma auslagern zu wollen, an der Abu Dhabi die Mehrheit halten soll. Das arabische Emirat gibt dafür über den staatlichen Technologie-Investor ATIC mehrere Milliarden Dollar. Betroffen ist auch die AMD-Fabrik in
Dresden. Dort arbeiten derzeit 2.800 Menschen.