Mittwoch, 08.10.2008 16:30

YouTube mutiert zum gigantischen Kaufhaus

aus dem Bereich Sonstiges
Es ist Zeit, die Ernte einzufahren. Nach ersten zaghaften Werbeexperiementen auf der Clip-Plattform YouTube – die zugegebenermaßen eher schlecht als recht verliefen – hat der Betreiber Google nun einen radikalen Kurswechsel angekündigt. Künftig sollen Partnerunternehmen direkt neben den Videos "Click-to-buy"-Buttons platzieren dürfen.

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"Starke E-Commerce-Plattform"

Erste Clip-Seiten seien bereits entsprechend präpariert worden, erklärt Glenn Brown, zuständig für die strategische Partnerentwicklung bei YouTube, im offiziellen Firmen-Blog: "Wenn man sich ein YouTube-Video mit einem großartigen Soundtrack anhört, liest man darunter häufig Kommentare, in denen nach dem Namen des Songs gefragt wird und wo er heruntergeladen werden kann." Mit der neuen "Click-to-buy"-Funktion werde es endlich für die Nutzer einfacher. Wer den Knopf drückt, wird in den Shop eines Partners weitergeleitet, in dem zum Video passende Angebote gemacht würden. "Dies ist erst der Anfang des Aufbaus einer großen, wachstumsstarken E-Commerce-Plattform für Nutzer und Partner von YouTube. Unser Ziel ist es, Partnern aller Geschäftsbereiche – ob Musik, Film, Print oder Fernsehen – dabei zu helfen, nützliche und gefragte Produkte einer großen und dennoch klar umrissenen Zielgruppe anzubieten", schreibt Brown.

Kaufempfehlungen über alle Kanäle

Erste Kooperationspartner seien mit EMI Music und Electronic Arts bereits gefunden worden, heißt es weiter. Sie werden künftig ihre Produkte per Button sowohl über iTunes als auch Amazon anbieten. Die "Click-to-buy"-Kaufoption sei dabei nicht nur auf Seiten der gewerblichen Clip-Anbieter beschränkt. Unternehmen, die an YouTubes Identifikations- und Management-System für urheberrechtlich geschützte Inhalte teilnehmen, könnten auch entsprechende Clips privater Nutzer mit einer Kaufempfehlung versehen "und sich dafür entscheiden, die Videos online zu lassen."

YouTube will die Kauflinks nach und nach einführen, wobei man sich zunächst auf Musikvideos konzentrieren werde. Die Testphase wird in den Vereinigten Staaten durchgeführt, "doch es ist unser Ziel, langsam aber sicher das Programm für weitere Inhalte, Produktpartner und unsere internationalen Nutzer zu öffnen", kündigt Brown an. "Wir haben gerade erst begonnen."
André Vatter
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    Zuletzt kommentiert von andre-ok am 09.10.2008 um 15:57 Uhr
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