Auf
Apple-Boss Steve Jobs kommen schwere Zeiten zu. Nach dem aktuellen Streit um fällige
Urheberrechtsabgaben für ein Großteil seiner Multimedia-Geräte droht jetzt erneut Ärger. Die Europäische Union plant, die Einführung einer neuen Richtlinie, die vorschreibt, dass Verbraucher in der Lage sein müssen, die Akkus von
MP3-Playern und
Mobiltelefonen selbst zu wechseln. Sowohl beim iPhone als auch bei den iPods ist dies derzeit nicht möglich.
Apple muss Design ändern
Sollte die EU-Richtlinie umgesetzt werden, müsste Apple das Design seiner betroffenen Geräte ändern, um sie in Europa verkaufen zu dürfen. Derzeit müssen sich Besitzer eines
iPods oder
iPhones direkt an den Hersteller wenden, wenn die Leistung der fest eingebauten Batterie stark nachgelassen hat und der Akku infolgedessen ersetzt werden muss. Zudem ist das nicht sachgemäße Öffnen des Gehäuses nicht nur häufig mit hässlichen Schrammen an der Geräte-Außenseite verbunden, sondern auch mit Verlust der Garantie. Desweiteren müssen Hersteller ihren Kunden eine genaue Anleitung an die Hand geben, wie der Akku gewechselt werden kann.
Umweltschutz steht im Vordergrund
Ein Grund für die neue Richtlinie sind Pläne aus Brüssel, die Verwendung bestimmter Stoffe wie Schwermetalle und Chemikalien in Elektro- und Elektronikgeräten künftig zu beschränken. Demnach dürfen in Europa dann nur noch Produkte verkauft werden, die die strengen Vorgaben der EU-Kommission auch erfüllen. Noch kann sich Apple-Chef
Steve Jobs aber beruhigt zurücklehnen, denn ob und wann die Richtlinie umgesetzt wird, ist derzeit nicht bekannt.