Das Internet-Auktionshaus
eBay will weltweit rund zehn Prozent der Stellen streichen, davon etwa 100 in Deutschland. Insgesamt seien rund 1.000 Mitarbeiter sowie zahlreiche Zeitarbeiter betroffen, teilte das Unternehmen am Stammsitz in San Jose in den USA am Montag mit und bestätigte damit frühere
Meldungen.
Firmenübernahmen angekündigt
Die Stellenstreichungen würden das Vorsteuer-Ergebnis im vierten Quartal mit 70 bis 80 Millionen Dollar belasten. Das Unternehmen kündigte zudem zwei Übernahmen im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar (rund 958 Millionen Euro) an.
"In Deutschland sollen rund acht Prozent der rund 1.250 Stellen gestrichen werden", sagte ein Sprecher von eBay Deutschland. "Von dem Stellenabbau ist vor allem die Verwaltung - insbesondere das Marketing - betroffen. Der Kundenservice bleibt davon unberührt", sagte er. Betroffen seien Arbeitsplätze in der Deutschland-Zentrale in Dreilinden bei Berlin. Deutschland ist für eBay gemessen am Umsatz der zweitgrößte Markt. Absolute Größen gibt der Konzern nicht heraus.
Wachstum rückläufig
Das Unternehmen kämpfte zuletzt mit sinkenden Wachstumsraten sowie einem langsameren Gewinnwachstum. In dem Ende September abgelaufenen dritten Quartal habe eBay beim Umsatz das untere Ende der im Juli abgegebenen Prognose-Spanne erreicht, hieß es. Der Gewinn je Aktie sei dagegen besser als damals angekündigt ausgefallen. Der Konzern hatte im Juli für das dritte Quartal einen Umsatz von 2,1 bis 2,15 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal: 1,89 Milliarden) sowie einen Gewinn je Aktie vor Sonderposten zwischen 39 und 41 Cent je Aktie (Vorjahr: 41 Cent) in Aussicht gestellt.
Dem Konzern kommen zunehmend Wettbewerber wie der Internet-Einzelhändler
Amazon ins Gehege. Im Gegenzug macht eBay immer mehr Geschäft als gewöhnliche Handelsplattform mit Verkäufen ohne Versteigerung. Neben den Online-Marktplätzen gehören das elektronische Bezahlsystem
PayPal und der Internettelefonie-Dienst
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