In Deutschland nutzen mittlerweile rund
13 Millionen Privatanwender die Telefonie per Internet. Dennoch zeigt eine Studie, dass Geschäftskunden sich bei der Umstellung auf die VoIP-Technologie in ihrem Unternehmen zunehmend zurückhalten. Wie also sieht die Zukunft für
VoIP aus?
VoIP stark im Verbund
VoIP als Insellösung sieht Thomas Fleissner, Europa-Geschäftsführer von CommuniGate Systems, einem Anbieter von kombinierten Netzwerk-Lösungen, als "wenig zukunftsfähig" an. Statt nur auf die Internettelefonie zu setzen, böten sich mit der IP-Technologie erheblich mehr Möglichkeiten. Nur im Verbund in einer Unified Communications-Lösung, in der "VoIP, E-Mail, Instant Messaging, Video Conferencing, Collaboration und Mobility" sich vereinen, könnten die vollen Stärken der IP-Techniken ausgespielt werden. Die Präsenz von Kollegen im System wird angezeigt, Nutzer könnten dann selbst entscheiden, auf welche Art und Weise sie mit diesen Kontakt aufnehmen möchten.
Terminallösungen auch für kleine Unternehmen geeignet
Solche Lösungen würden sich laut Fleissner auch für kleinere und mittlere Unternehmen anbieten. Für diese gebe es etwa die Möglichkeit ein Unified Communications-System als Software-as-a-Service (
SaaS), eine von Dienstleistern zur Verfügung gestellte Terminallösung, zu nutzen. Durch solche Angebote würde die Verwaltung erheblich erleichtert. Auch für die Nutzer würde die Anwendung einfacher, denn alle möglichen Arten von Nachrichten und Mitteilungen, seien es E-Mails, SMS oder Voice-Nachrichten, könnten in einer einzigen Mailbox unabhängig von der Datenart aufgerufen werden. Durch die zentrale Speicherung der Daten könnten diese auch von überall abgerufen werden. SaaS-Lösungen seien auch aufgrund der gesunkenen Kosten für Bandbreiten nun auch für kleinere Unternehmen erschwinglich geworden.
Weltweit wachsende Nachfrage
Der weltweite Markt für solche Dienste werde sich bis 2012 nach einer Studie der Analysten der Radicati Group von aktuell 6,9 Milliarden US-Dollar auf 28,7 Milliarden Dollar etwa vervierfachen. Innerhalb von vier Jahren könnte die Zahl der Abonnenten solcher komplexer Kommunikationsdienste von derzeit 46 Millionen auf dann 136 Millionen steigen. Die Vorteile des Systems und die Nutzung als Saas-Variante liege laut Radicati in der relativ kostengünstigen Implementierung des Systems in ein Unternehmen sowie den überschaubaren laufenden Kosten. Zudem gebe es maßgeschneiderte und flexible Tarife.
CommuniGate bietet mit seiner Plattform CommuniGate Pro eine solche Unified Communications-Lösung an. Unterstützt werden die verschiedensten Betriebssysteme von Windows, Unix, über Mac OS X bis hin zu Linux. Für die VoIP-Nutzung ist bereits eine IP PBX in der Komplettlösung enthalten. Die Kunden können selber wählen welche Clients sie zum Abrufen von Nachrichten oder Instant Messaging nutzen. CommuniGate nutzt den Client Pronto!, der nach einmaligem Login den Zugriff auf alle Bestandteile des Unified Communications-Systems ermöglicht. Pronto! ist flashbasiert und kann auch hochauflösende Videos oder IPTV integrieren.