Die Telekom-Tochter
T-Mobile hat
einem Zeitungsbericht zufolge jahrelang die Einzelverbindungs-
Nachweise von den Privatanschlüssen ihrer Aufsichtsräte aufbewahrt.
Das Sekretariat des Aufsichtsratsbüros habe die Listen in Ordnern
abgeheftet, berichtete das "Handelsblatt" am Sonntag vorab.
Keine Auswertung
"Eine Auswertung der Daten oder ein Missbrauch ist nach Aussagen der
Beteiligten nicht vorgekommen", sagte ein Telekom-Sprecher der
Zeitung. "Mittlerweile ist die Vorgehensweise geändert.
Einzelverbindungsnachweise werden nicht mehr erstellt. Die
Einzelverbindungsnachweise wurden eingesammelt und versiegelt."
Die Telekom zahlt ihren Aufsichtsräten laut "Handelsblatt" einen
privaten Festnetz- und DSL-Anschluss sowie einen Handy-Vertrag. Der
Konzern habe ihre Rechnungen übernommen und fortan auch die
Verbindungsnachweise erhalten und aufbewahrt. Ans Licht sei dieses
Vorgehen im Mai dieses Jahres gekommen, als der Konzern im Zuge der
Spitzelaffäre sein Datenschutzkonzept überprüft habe, hieß es in dem
Bericht.
Hayo Lücke
/ dpa