Ein umgehend dementierter Internet-Bericht über angebliche Herzprobleme von Apple-Chef Steve Jobs hat am Freitag die Aktie des iPhone- und iPod-Herstellers auf Achterbahnfahrt geschickt. Das zeigt, wie sehr das Wohl oder Leid von Apple an eine Person geknüpft ist.
Jobs in der Klinik?
Das Papier fiel binnen weniger Minuten um 5,4 Prozent, nachdem es
auf einer CNN-Website für "Bürgerjournalisten" unter Berufung auf
Insider hieß, Jobs sei mit Herzbeschwerden in ein Krankenhaus
gebracht worden. Apple-Sprecher dementierten dies prompt in
zahlreichen US-Medien, die Aktie ging wieder auf Erholungskurs.
Die Gesundheit des Konzernchefs, dem ein entscheidender Anteil am
Erfolg der Apple-Produkte beigemessen wird, wird von Investoren seit
Monaten verschärft beobachtet. Auslöser war ein Gewichtsverlust, der
bei einer Veranstaltung im Juni aufgefallen war.
Behandlung ja, aber nicht ernsthaft krank
Jobs selbst räumte in einem Gespräch mit der "New York Times" später eine Behandlung wegen gesundheitlicher Probleme ein, die jedoch nicht
lebensbedrohlich gewesen seien. Jobs hatte vor einigen Jahr eine
Krebserkrankung besiegt. Ende August leistete sich der TV-Sender Bloomberg den Fauxpas,
einen Nachruf auf Steve Jobs zu veröffentlichen.
Hayo Lücke
/ dpa