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Anfang August hatte Premiere unter der Leitung Börnickes im zweiten Quartalsbericht des laufenden Jahres noch kommuniziert, 4,16 Millionen Kunden zu betreuen. Davon seien 3,56 Millionen im Direktbestand betreut worden und weitere 600.000 als ehemalige arena-Kunden zum Beispiel über Unitymedia. Der neue Premiere-Chef Mark Williams hat nun veranlasst, dass eine neue Klassifizierung der Abonnenten eingeführt wurde. Sie erlaubt einen besseren Blick auf die Kundenstruktur des Bezahlsenders, zeigt aber auch: Premiere hat weit weniger Kunden als bisher gedacht.

Mark Williams räumt auf
Bild: Premiere
Rund 940.000 Abonnenten, die nach der alten Klassifizierung im Kundenbestand enthalten waren, wurden herausgerechnet. Davon wurden 606.000 nicht mehr berücksichtigt, da diese nur aus Verträgen mit Geschäftspartnern resultieren und bisher nicht zu Abonnement-Aktivierungen geführt haben. Auch 334.000 Schubladen-Verträge werden nicht länger berücksichtigt.
Premiere erwartet Verlust
Für das Gesamtjahr 2008 rechnet Premiere mit einem Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen in Höhe von 40 bis 70 Millionen Euro. Möglicherweise wird sich dieser Betrag noch etwas verringern, wenn weitere Free-TV-Rechte an der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 verkauft werden können. Am 13. November will Premiere Details zum dritten Geschäftsquartal vorlegen.


