Der japanische Spielkonsolen-Hersteller
Nintendo hat heute auf der Pressekonferenz anlässlich der Spielemesse "Tokyo Game Show 2008" den neuen Handheld "Nintendo DSi" vorgestellt. Die Erwartungen des Unterhaltungskonzerns sind hoch gesteckt. So wurde der
Vorgänger weltweit rund 77,5 Millionen Mal verkauft und gilt damit als die erfolgreichste mobile Spielekonsole. Das neue Modell soll bereits im November dieses Jahres in Japan und im Frühjahr 2009 auch in Deutschland auf den Markt kommen.
SD-Speicher und DSiWare
Im Gegensatz zum Nintendo DS wiegt der Nachfolger vier Gramm weniger. Auch das Gehäuse ist leicht geschrumpft, obwohl das DSi-Modell über ein größeres Touchscreen-Display verfügt als der Vorgänger. Weitere Unterschiede sind der fehlende Slot für GameBoyAdvanced-Spiele und die eingebaute 3,0 Megapixel-Kamera mit einer Linse sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite des Gerätes. Ebenfalls neu ist ein Steckplatz für SD-Speicherkarten. Damit lassen sich laut Nintendo nicht nur Spielstände ablegen, sondern auch Musik- und Sounddateien abspielen. Ähnlich wie bei der Spielkonsole
Wii wird es mit der DSi auch erstmals möglich sein, so genannte DSiWare-Games online zu kaufen und über die Speicherkarte zu spielen. Diese soll es zum Marktstart sowohl kostenlos als auch zum Preis von Punkten gegen. Als Bonus erhalten alle Käufer des neuen DSi-Modells schon mal 1.000 Punkte geschenkt. Zudem ist der Handheld mit einem
Internet-Browser ausgestattet.
Der Nachfolger des Nintendo DS erscheint vorerst nur in zwei Farben. Foto: Nintendo
Höherer Akku-Verbrauch
Wenig Grund zur Freude gibt es hingegen bei der Akkuleistung. Während man beispielsweise auf dem DS Lite rund acht Stunden spielen konnte, macht die Batterie beim DSi bereits nach vier Stunder Dauerbetrieb schlapp. Allerdings braucht der Akku des Nachfolgers weniger Zeit, bis er wieder vollständig aufgeladen ist.
In Japan wird der Nintendo DSi zu einem Preis von umgerechnet rund 130 Euro angeboten. Was das Gerät in Deutschland kosten wird, steht derzeit noch nicht fest.
Michael Friedrichs