Nicht erst seit der Einführung der staatlich verordneten
Vorratsdatenspeicherung sind Internetnutzer um ihre Privatsphäre besorgt – auch die
Datensammelwut der Wirtschaft entwickelt sich in letzter Zeit immer beängstigender. Findige Surfer gehen daher mit sogenannten
Anonymisierern ins Netz: Software- oder Web-basierte Dienste, welche die Spuren der WWW-Ausflüge verschleiern sollen.
Reservierte Proxy-Server
Doch nicht immer gestaltet sich die Bedienung dieser Tools einfach, auch Zuverlässigkeit und Schnelligkeit zählen nicht unbedingt zu ihren Stärken, weshalb viele noch vor ihrer Verwendung zurückschrecken. Ein österreichisches Unternehmen hat das Problem erkannt und ruft daher in diesen Tagen die Markteinführung des noTRAXX surf-stick aus. Dabei handelt es sich um einen einfachen USB-Stick mit vorkonfigurierter Software, der es schaffen soll, gleichzeitig die Privatsphäre zu schützen und den Rechner von Viren frei zu halten. Dafür leitet der Stick die Anfragen des Browsers über ein Netzwerk von Proxy-Servern, die ausschließlich für den Dienst reserviert wurden. Jede aufgerufene Seite soll gleichzeitig auf Viren und Schadsoftware überprüft werden, wobei nach Angaben von noTRAXX mehr als 8000 Filterregeln gegen Analyse- und Webtrackersoftware zum Einsatz kommen sollen. Cookies werden nur gespeichert, insofern sie für das Funktionieren einer Website unerlässlich sind.
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Geheime Ausflüge mit dem surf-stick. Bild: noTRAXX
Von all dem wird der Nutzer während seines Ausflugs nichts mitbekommen, verspricht der Entwickler, denn die Geschwindigkeit der Verbindung soll durch den Einsatz des surf-stick nicht beeinträchtigt werden. Eine Kostprobe des Dienstes kann über ein Webinterface auf der
Website von noTRAXX in Anspruch genommen werden.
Soviel Inkognitokomfort hat allerdings auch seinen Preis: Der surf-stick kostet 34,90 Euro, wer ihn online bestellt, ist mit knapp 40 Euro inklusive Porto dabei. Dazu berechnet noTRAXX laufende Kosten, die durch IP-Transfer im Proxy-Netzwerk entstehen. Ausgeliefert wird der USB-Stick mit einem Datenfreivolumen von acht Gigabyte (GB).