Ende August gab es für die
Deutsche Telekom gute Nachrichten. Das ehemalige Staatsunternehmen, das in Teilbereichen wie dem Breitbandzugang immer noch von der Bundesnetzagentur reguliert wird, kann mit einer
Lockerung der Regulierung im Festnetz rechnen. Doch offenbar muss sich die Telekom die größeren Freiheiten teuer erkaufen.
Bedingung: VDSL-Netz öffnen
Hatte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, im August noch gesagt, dass ein Einschreiten der Agentur nicht nötig ist, wenn die Märkte funktionieren, so sieht seine Position nun weniger positiv für die Telekom aus. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) stellt die Netzagentur für den zunächst in Ballungsgebieten geplante Beendigung der Regulierung eine gewichtige Bedingung. Die Telekom soll ihren Wettbewebern den Zugang zu ihrem
VDSL-Netz erlauben.
Telekom fordert Planungssicherheit für das VDSL-Netz
Das Regulierungsverfahren zu diesem Sachverhalt soll Anfang 2009 beendet sein. Die Telekom erhofft sich eine Lockerung der Regulierung für das Festnetz, da der ehemalige Monopolist in einigen Ballungsgebieten bereits von Wettbewerbern als führender Anbieter abgelöst worden ist. Telekom-Vorstand Timotheus Höttges sieht die Telekom durch die Regulierung im Nachteil, da sie keine günstigeren Tarife als die Wettbewerber anbieten darf. Zudem brauche der Konzern Planungssicherheit für sein VDSL-Netz, das bis 2014 realisiert werden soll. Die Regulierung müsse angesichts der hohen Investitionen für die Glasfasernetze der Telekom auch die Erwirtschaftung einer entsprechenden angemessenen Rendite ermöglichen.