Freenet-Chef Eckhard Spoerr steuert nach Informationen aus Unternehmenskreisen auf einen Konflikt mit dem Großaktionär Permira zu. Hintergrund sei, dass entgegen einer früheren Vereinbarung debitel-Chef Oliver Steil nicht in den Vorstand von Freenet berufen werde, wie die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag erfuhr.
Keine Einigung mit Spoerr
Steil habe sich mit
Spoerr nicht auf einen Zuschnitt seines Ressorts und die künftige Konzernstrategie einigen können. Daher habe der Freenet-Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Montag nur die Berufung von debitel-Manager Joachim Preisig in das Führungsgremium beschlossen. Freenet und der Finanzinvestor Permira hatten im April bei der
Übernahme von debitel durch den kleineren Wettbewerber vereinbart, dass Steil neben Preisig in den Freenet- Vorstand einziehen sollte. Steil sollte als Vize-Vorstandschef für Marketing und Vertrieb verantwortlich sein.
Steil bleibt bei Debitel
Der frühere McKinsey-Partner Steil werde nun als Vorstand bei debitel in Stuttgart bleiben, hieß es in den Kreisen. Der Vertrag von Steil laufe noch bis 2010. Die beiden Unternehmen und Permira lehnten einen Kommentar ab. Permira ist mit dem Verkauf von debitel mit
25 Prozent der zweitgrößte Aktionär von Freenet geworden. Größter Anteilseigner ist ein Konsortium aus Drillisch und United Internet.
Jörg Schamberg
/ dpa