Visa hat eine Reihe neuer Kooperationen bekanntgegeben: Das Kreditkarteninstitut will seine Services nun auf die Mobiltelefone bringen. Nicht nur Besitzer der neuen Handys von Nokia, sondern auch Nutzer von Smartphones mit dem Google-Betriebssystem
Android sollen davon profitieren.
Kontoinfos für Android
Zusammen mit der amerikanischen Bank Chase plant Visa eine Software für Android-Handys, die zunächst drei Features bietet: Der Karteninhaber erhält aktuelle Infos über getätigte Zahlungen, die unmittelbar nach der Transaktion verschickt werden sollen, und kann sich auf Wunsch über Rabattaktionen bei verschiedenen Händlern informieren sowie über
Google Maps Visa-Akzeptanzstellen in der Nähe ermitteln. Diese Services sollen zum Jahresende US-Kunden der Chase Bank zur Verfügung stehen, später sollen weitere Finanzinstitute folgen.
Bezahlen mit dem Nokia Handy
Zusätzlich können die neuen Handys von Nokia zur Bezahlung genutzt werden. Den Anfang macht das mit der Near Field Communication (NFC) Technik ausgestattete
6212 Classic, mit dem die Kunden dann ab Oktober per Visa ihre Rechnungen bezahlen oder sich auch untereinander Geld senden können. Die Anzeigen über die soeben getätigten Transaktionen sowie die Infos über Händlerrabatte werden ebenfalls bereitstehen. Visa will das Tool zunächst testweise interessierten Kreditinstituten anbieten. Die aktuelle Zusammenarbeit stelle die nächste Phase des Versuchs dar, gemeinsam mit Nokia Nutzern rund um den Globus mobile Zahlungen zu ermöglichen.
Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen eine mobile
Bezahlmethode, mit der die Visa-Kunden im Einzelhandel direkt per Handy oder im Vorbeigehen auch über drahtlose Verbindungen ihre Zahlungen tätigen können. Visa testet die mobilen Funktionen nach eigenen Angaben bereits mit Konsumenten aus Australien, Brasilien, Kanada, Korea, Malaysia, Singapur, Taiwan und den Vereinigten Staaten, wo zum Jahresende auch Tests des Geldtransfers von Kunde zu Kunde in Kooperation mit der U.S. Bank anlaufen. In Europa erprobt der Anbieter die Services in Frankreich, Deutschland und Großbritannien.