Freitag, 26.09.2008 10:14

MySpace Music in USA gestartet

aus dem Bereich Sonstiges
Das Online-Netzwerk will das Musik-Geschäft aufmischen. MySpace startete mit geringfügiger Verspätung am Donnerstag - zunächst nur in den USA - einen Dienst, bei dem Musik unbegrenzt kostenlos auf dem Computer gehört werden kann. Zudem kann man über MySpace Music gegen Gebühr Songs aus dem Sortiment des Online-Einzelhändlers Amazon als MP3-Titel ohne Kopierschutz herunterladen.

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Werbefinanzierter Dienst

Das Angebot soll mit der Zeit auch auf andere Länder ausgeweitet werden. Der Ausbau des bisherigen MySpace-Musikdienstes ist ein Angriff auf den Internet-Shop iTunes von Apple, der inzwischen zum weltgrößten Musikverkäufer aufgestiegen ist. Das dem Medienmogul Rupert Murdoch gehörende Online-Netzwerk hat laut Internet-Marktforschern rund 120 Millionen aktive Nutzer.

Das sogenannte Streaming der Musiktitel wird kostenlos angeboten, weil es werbefinanziert ist. Unter den ersten Werbepartnern sind McDonald's, Sony Pictures und Toyota. Rechtzeitig zum Start holte sich MySpace neben Sony BMG, Universal Music und der Warner Music Group auch das britische Plattenlabel EMI sowie den Musikverlag Sony ATV und das Independent-Label The Orchard als Partner mit ins Boot. Insgesamt wird der Dienst mittelfristig Zugriff auf eine Bibliothek von über fünf Millionen Songs bieten. Eine Lizenzregelung mit den von der weltweiten Agentur Merlin vertretenen unabhängigen Musikfirmen, wie Koch, Beggars Group oder Domino, gelang bis zum Start von MySpace Music allerdings nicht.

Funktionen sollen in absehbarer Zeit erweitert werden

Mitglieder im MySpace-Netzwerk können einzelne Streams oder eine Liste ihrer Lieblings-Songs in ihre Site integrieren. Es sei auch eine Reihe weiterer Funktionen geplant, die Nutzern und Künstlern Möglichkeiten bieten soll, zum Beispiel Musik selbst kommerziell zu vermarkten oder Songs im Freundeskreis auszutauschen. Zu Anfang ist obendrein noch mit einigen Repertoirelücken zu rechnen, die erst in den kommenden Wochen nach und nach geschlossen werden.
Michael Posdziech / dpa
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