iPass, ein Anbieter von Mobilitätsdiensten für Unternehmen, hat den sogenannten
iPass Mobile Broadband Index veröffentlicht – eine weltweite Erhebung, die sich mit der
WLAN-Nutzung von mobilen Geschäftsleuten im iPass-Breitbandnetz befasst. Insgesamt konnte das Unternehmen für die erste Jahreshälfte einen Anstieg um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausmachen. Aus dem Rahmen fällt vor allem die Stadt Bonn – mit einer Zuwachsrate von 379 Prozent.
Europa überholt Amerika
Bislang waren es insbesondere die Nordamerikaner, die sich drahtlos ins Internet einklinkten, nun haben die europäischen Business-Anwender erstmals die Nase vorn und tragen zu fast 70 Prozent zum weltweiten Anstieg bei. Mit einem Wachstum von 89 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des vergangenen Jahres und einem schlussendlichen Anteil am Gesamtkuchen von 47 Prozent überrunden sie jetzt den nördlichen Teil Amerikas. Wenn auch nur knapp: Nordamerika konnte immerhin um 17 Prozent zulegen und bringt es auf 45 Prozent. Die übrig gebliebenen Prozentpunkte teilen sich die asiatisch-pazifische Region mit sechs Prozent sowie Lateinamerika und die verbleibenden Regionen mit einer Beteiligung von einem Prozentpunkt auf.
Deutschland zweimal in den Top Ten
Die Stadt mit der höchsten geschäftlichen Hotspot-Nutzung ist London, darauf folgen Singapur und Tokio. In den USA liegt nun Chicago anstelle von New York an der Spitze. Auch Deutschland ist in den Top Ten gleich mehrfach vertreten – mit München und Bonn. Die Münchener griffen doppelt so häufig und die Bonner sogar viermal häufiger als im Vorjahr auf die Hotspot-Möglichkeiten zurück. Ein weiteres interessantes Ergebnis: Die Deutschen gingen nicht nur häufiger online, sondern surften mit durchschnittlich 272 Minuten (Bonn) beziehungsweise 180 Minuten in München auch besonders lang. In den übrigen Top Ten-Städten waren die Nutzer bei einer Sitzung nicht einmal halb so lang online. Besonders beliebte Orte sind Flughäfen (40 Prozent) und Hotels (34 Prozent).
Saskia Brintrup