Daten rasch versenden und empfangen zu können, ist nicht nur im
DSL-Sektor von großer Wichtigkeit. Auch führende
Mobilfunk-Provider sehen schnelle Datenkommunikation als echten Mehrwert an. So bezeichnete
Vodafone-Technikchef Hartmut Kremling den Faktor Geschwindigkeit am Dienstag auf den "Innovation Days" in Düsseldorf als "Killerapplikation für den Mobilfunk".
Netzausbau geht weiter
Genau deswegen setze Vodafone darauf, den eigenen Kunden immer höhere Bandbreiten zur Verfügung stellen zu können. Zwar seien aktuell auf Basis von
UMTS und dem Datenbeschleuniger
HSDPA 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downlink das Maximum, das Ende der Fahnenstange wäre damit aber noch lange nicht erreicht.
Noch in diesem Jahr soll der Downstream auf bis zu 14,4 Mbit/s beschleunigt werden. Mit einem weiteren Update im Jahr 2009 seien sogar 28,8 Mbit/s möglich. Gleichzeitig rüstet Vodafone auch den Upstream auf Basis von
HSUPA auf bis zu zwei Mbit/s auf.
Parallel dazu arbeitet Vodafone in Zusammenarbeit mit Nokia Siemens Networks weiter an der Einführung der Zukunftstechnologie
LTE (Long Term Evolution).
T-Mobile hatte zuletzt bekannt gegeben, erstmals LTE unter Livebedingungen
getestet zu haben, Vodafone und Nokia Systems werkeln bereits eine kommerzielle LTE-Plattform. In diesem und im nächsten Jahr sind weitere Tests geplant, danach stehen erste kommerzielle Einsätze für die Netzbetreiber an. Vodafone-Chef Kremling rechnet damit, dass LTE in rund drei Jahren auch für Endkunden nutzbar sein wird.
LTE preiswerter zu betreiben
Der Vorteil von LTE liegt aufgrund kürzerer Verzögerungszeiten und höherem Datendurchsatz aber nicht nur in den Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 173 Mbit/s im Downstream und 58 Mbit/s im Upstream. Gegenüber heutiger Netzarchitektur zeichnet sich LTE auch durch eine bessere Skalierbarkeit und ein günstigeres Kosten-/Nutzen-Verhältnis aus. In ersten Projekten zeigte Nokia Siemens Networks HDTV-Streams, ferngesteuerte Webcams sowie Multiuser-Multimedia-Kommunikation auf Basis von
Voice over IP.