Auch das Surfen im Internet mit
Handy oder über eine Datenkarte mit dem Notebook soll im europäischen Ausland preiswerter werden. Die EU-Pläne sehen vor, dass jedes heruntergeladene Megabyte nicht mehr als einen Euro kosten darf. Die Preisspanne für ein Megabyte heruntergeladene Daten liegt derzeit noch zwischen 25 Cent und 16 Euro.
VATM kritisiert Einkaufspreise
Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) erklärte in einer ersten Reaktion, dass das eigentliche Problem die hohen Einkaufspreise seien. Diese werden von den großen internationalen Mobilfunk-Netzbetreibern bestimmt, die 80 Prozent des europäischen Marktes dominieren. "Die Wholesale-Preise bewegen sich immer noch auf viel zu hohem Niveau", ist VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner überzeugt. Sie bedeuten für die kleineren Netzbetreiber einen klaren Nachteil, da sie im Ausland mehr Netzkapazitäten zukaufen müssen und aufgrund niedrigerer Kundenzahlen zudem oft sogar schlechtere Konditionen erhalten als die großen Anbieter, so der VATM.
Die EU-Bürger haben im vergangenen Jahr rund 2,5 Milliarden SMS-
Textnachrichten im Wert von rund 800 Millionen Euro verschickt. Vor
allem jüngere Menschen nutzen die SMS-Technik: 38 Prozent der
Handybesitzer im Alter bis zu 24 Jahren nutzen lediglich SMS, wenn
sie im Ausland sind.
Hayo Lücke
/ dpa