Mit einer ganzen Reihe an Innovationen möchte der Festnetz- und
DSL-Anbieter
Arcor am technologischen Fortschritt teilhaben. Die
Vodafone-Tochter stellte auf den "Innovation Days" in Düsseldorf gleich mehrere Szenarien vor, wie Festnetz und Mobilfunk in Zukunft zusammenwachsen sollen.
UMTS und DSL vereint
So wird zum Beispiel ab Dezember dieses Jahres ein
DSL Router auf den Markt kommen, der mit einer integrierten
UMTS-Karte für mobile Datenkommunikation ausgestattet ist. Das für Geschäftskunden entwickelte Modell soll dafür sorgen, dass auf der einen Seite unmittelbar nach Bestellung der Breitband-Anschluss zur Verfügung steht. Wartezeiten auf die Schaltung der DSL-Leitung sollen entfallen. Darüber hinaus diene die integrierte UMTS-Lösung als Backup-Lösung, sollte die klassische Internet-Verbindung einmal ausfallen. Dann schaltet der
Router automatisch in den UMTS-Betrieb, um eine Datenverbindung über die Mobilfunk-Netzinfrastruktur von Vodafone abzuwickeln.
Neue Webkonferenz
Darüber hinaus will Arcor die Möglichkeiten verbessern, Besprechungen über das Internet abzuhalten. Zwar sei der persönliche, direkte Kontakt zu Geschäftspartnern nach wie vor sehr wichtig, jedoch soll die so genannte
Arcor Webkonferenz dabei helfen, in dringenden Fällen spontan ein Meeting einzuberufen. Die Webkonferenz funktioniert browserbasiert, kommt also ohne zusätzliche Software aus.
Die Konferenz-Teilnehmer werden per E-Mail eingeladen und können dann den Gesprächsführer nicht nur hören, sondern bei Einsatz einer Webcam auch sehen und ausgearbeitete Präsentationen direkt auf dem Monitor verfolgen. Auf Wunsch können die Leiterrechte auf einen anderen Teilnehmer übertragen werden. Automatisch wird ein Gesprächsprotokoll erstellt. Voraussichtlich ab Dezember soll die bisherige - aus Mobilfunknetzen vergleichsweise teure - 01805-Einwahlnummer durch eine kostengünstigere Alternative ersetzt werden.
Außerdem arbeitet Arcor an einer Lösung, dass Geschäftskunden künftig über eine Rufnummer sowohl auf dem Festnetztelefon, auf dem Handy als auch auf dem Notebook auf Basis von
Voice over IP zu erreichen sind. Dann soll es auch möglich sein, dass auf sämtlichen Wegen nur noch eine geschaltete Mailbox abgehört werden muss.