Der Ratgeber für "Grüne Elektronik" beurteilt die führenden Hersteller von
Mobiltelefonen, Computern, Fernsehern und
Spielekonsolen anhand ihrer Unternehmenspolitik bezüglich giftiger Chemikalien, Recycling und Energieverbrauch. In der aktuellen Rangliste der Umweltorganisation
Greenpeace schafft es
Nokia auf den ersten Platz, Schlusslicht ist zum wiederholten Male
Nintendo.
Einige Firmen fortschrittlich
In der mittlerweile neunten Auflage des seit August 2006 veröffentlichten Ratgebers hat sich der finnische Handykonzern mit sieben von zehn möglichen Punkten wieder an die Spitze gesetzt. Das gute Ergebnis soll vor allem durch das stark verbesserte Rücknahmeangebot in Indien zustande gekommen sein.
Erst zum zweiten Mal wurde beim Ranking auch der Energieverbrauch der Geräte berücksichtigt: Immerhin sei die Elektroindustrie mittlerweile für rund zwei Prozent des globalen
CO2-Ausstoßes verantwortlich, so Greenpeace. Damit landet
Samsung dank der hohen Energieeffizienz ihrer Produkte auf Platz 2 mit 5,9 Punkten.
Fujitsu Siemens Computers belegt mit 5,5 Punkten den dritten Platz - ein großer Fortschritt zu Platz 15 im letzten Ranking. Bis Ende 2010 sollen alle Produkte frei von PVC und bromierten Flammenschutzmitteln (BFR) sein.
Rang vier und fünf belegen
Sony Ericsson und
Sony, beide mit 5,3 Punkten und somit noch in der oberen Hälfte der Rangliste. "Die meisten Firmen konnten den verschärften Kriterien für giftige Inhaltsstoffe, Elektroschrott und Energieverbrauch nachkommen", sagt Iza Kruszewska von Greenpeace International.
Apple, Nokia, Sony Ericsson und Samsung lägen beim Energiesparen vorne. Auch
Toshiba sei ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, dass seine Klimapolitik enorm verbessert habe.
Rangliste Elektronik-Ratgeber 9. Grafik: Greenpeace
Insgesamt positive Entwicklung
Apple Chef Steve Jobs kündigte an, der neue
iPod werde frei von PVC, Flammenschutzmitteln und Quecksilber sein. Damit würde Apple Unternehmen wie Nokia und Sony Ericsson folgen. "Apples Vorhaben, sämtliche Giftstoffe bis Ende 2008 aus seinen Produkten zu verbannen, ist ein wirklich positiver Schritt", meint Kruszewska. "Kritisch hingegen ist der neue iPod Akku: die Kosten für eine Neuanschaffung sind beinahe so hoch wie ein neues Gerät."
Im Umgang mit Elektroschrott und der Entsorgung soll
Philips am schlechtesten abschneiden und belegt Platz zwölf. Ganz unten im Ranking der 18 überprüften Unternehmen stehen
Sharp mit 3,1 Punkten,
Microsoft mit 2,2 Punkten und immer noch völlig abgeschlagen Nintendo mit 0,8 Punkten. Insgesamt nimmt aber die Anzahl der Firmen mir mehr als fünf Punkten in der Rangliste weiter zu, ein positiver Trend.