Breitbandige Internetanwendungen werden nicht nur im klassischen Festnetzgeschäft, sondern auch im
Mobilfunk-Sektor zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Mobile Datentarife auf Basis von
UMTS- und
HSDPA-Verbindungen erfreuen sich heute starker Nachfrage, hinter den Kulissen wird aber schon jetzt an noch schnelleren Übertragungsmöglichkeiten gearbeitet.
Erfolgreicher Test
Als nach eigenen Angaben erster Netzbetreiber hat
T-Mobile gemeinsam mit Nortel die nächste Mobilfunkgeneration am Beispiel von
LTE (Long Term Evolution) auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Im Rahmen eines Erprobungsversuchs wurden Daten in und aus einem Fahrzeug heraus übertragen, das zwischen der linksrheinischen Zentrale der Deutschen Telekom und der rechtsrheinischen Zentrale von T-Mobile in Bonn fuhr.
Auf den vier Kilometern habe die Datenübertragung auch über verschiedene Mobilfunkzellen hinweg unterbrechungsfrei und ohne Qualitätseinbußen funktioniert, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Das Netz für den Test sei von Nortel errichtet worden und bestehe aus mehreren Funkzellen. Im Fahrzeug selbst kamen Endgeräte von LG Electronics zum Einsatz. In einem zweiten Schritt sollen beispielhaft Anwendungen mit sehr hohen Anforderungen an Bandbreite und Latenzzeiten auf ihre Nutzbarkeit untersucht werden. Als Beispiel nennt T-Mobile in diesem Zusammenhang HDTV, HD-Video und Online-Gaming.
LTE-Start frühestens in zwei Jahren
Die Vision der LTE-Entwickler ist es, langfristig Übertragungsraten von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zu realisieren. Frühestens Ende 2010 ist mit einer kommerziellen Einführung von LTE zu rechnen. Dann werden allerdings
maximal 20 Mbit/s im Downstream möglich sein.
Hayo Lücke