Ein großes Stück Arbeit liegt hinter den
Wikipedia-Redakteuren. In den vergangenen vier Jahren wurden immer wieder Anläufe unternommen, die gigantische Online-Enzyklopädie auf Papier zu bannen, 2006 wurde das Projekt gar
komplett eingestampft, im April dieses Jahres keimte dank des
neuen Partners Bertelsmann wieder neue Hoffnung auf. Jetzt ist es soweit und das "Wikipedia-Lexikon in einem Band" ist ab sofort im Handel erhältlich.
Suchbegriffe als Vorlage
Auf knapp 1.000 Seiten hat die Redaktion über 50.000 Artikel zusammengetragen - vom 1. Buch Mose bis ZZ Top. Die Auswahl der Einträge fiel leicht, immerhin orientierte man sich bei der Kompilierung an jenen Suchbegriffen, nach denen in diesem und im vergangenen Jahr am häufigsten auf Wikipedia recherchiert wurde. Nach Angaben von Bertelsmann wurden jedoch nicht die kompletten Artikel abgedruckt, sondern lediglich die einleitenden und zentralen Aspekte der Themen.
Weltweit die erste gedruckte Wikipedia
Das Wikipedia-Lexikon.
Bild: Wissen Media
"Das Wikipedia-Lexikon trägt dazu bei, das Wissen in die Welt zu tragen und nachschlagbar zu machen. In der komprimierten einbändigen Druckausgabe wird es neue Zielgruppen erschließen, die das Wikipedia-Projekt kennenlernen und an ihm partizipieren", fasst die Verlagsleiterin des Bertelsmann Lexikon Instituts, Beate Varnhorn, den Projekthintergrund zusammen. Auch auf der Seite der Wikipedia-Macher herrscht beste Stimmung: "Es wird weltweit das erste gedruckte allgemeine Nachschlagewerk auf Basis von Wikipedia-Inhalten sein", betonte der Vereinschef von Wikimedia Deutschland, Mathias Schindler, schon im April.
Wie in der Online-Version stehen auch sämtliche Texte des Wikipedia-Lexikons unter einer freien Lizenz und können in diesem Rahmen frei weiterverwendet und verbreitet werden. Der Preis des Nachschlagewerkes beträgt 19,95 Euro, wovon ein Euro direkt an den gemeinnützigen Verein Wikimedia Deutschland fließt.