Wer in Deutschland sein TV-Programm per Satellit empfängt, der kommt an SES Astra, einem der führenden europäischen Satellitennetzbetreiber mit Sitz in Luxemburg, kaum vorbei. Neben der Abstrahlung von TV- und Radiosendern über 14 Astra- und zwei Sirius-Satelliten wird für Astra die Bereitstellung von Breitbandzugängen per
Satellit immer bedeutender.
Ausbau von Astra2Connect
Astra gab nun die Gründung einer neuen Firma bekannt, die die Aktivitäten im Breitbandbereich bündeln soll. Die künftige Astra Broadband Services (ABBS) wird als hundertprozentige Tochter von SES Astra die Aufgabe haben, die Astra2Connect-Produkte rund um satellitengestützte Internetzugänge zu vermarkten und weiter auszubauen. Geleitet wird ABBS von Norbert Willems als Vorstandsvorsitzenden. Willems war bereits in anderen Bereichen in Führungspositionen bei Astra tätig.
Astra2Connect ist im April vergangenen Jahres als Zwei-Wege-Breitbanddienst gestartet und beinhaltet bereits den für
Internet per Satellit benötigten Rückkanal. Astra ist in mehreren europäischen Ländern mit diesem Angebot vertreten. "Mit der Markteinführung von Astra2Connect haben wir im vergangenen Jahr einen gewaltigen Erfolg erlebt", sagt Ferdinand Kayser, Vorstandsvorsitzender und Präsident von SES Astra. Das neue Unternehmen solle die hohe Nachfrage in mehreren europäischen Ländern befriedigen.
Bandbreite bis zu zwei Megabit pro Sekunde
In Deutschland bieten mehrere Anbieter Internetzugänge via Astra-Satelliten an. Kunden können bei
Filiago,
StarDSL und der
Deutsche Telekom das Internet per Satellitenschüssel mit einer Bandbreite von bis zu 2.048 Kilobit pro Sekunde bestellen.
Jörg Schamberg