Die Freude war leider nur von kurzer Dauer. Nach einer Ankündigung des Internet-Versandhauses
Amazon, das aktuelle
UMTS-iPhone von Apple ohne Vertrag und Simlock für 749 Euro zu verkaufen, macht das Unternehmen jetzt plötzlich einen überraschenden Rückzieher. Die entsprechende Angebotsseite zum Vorbestellen hat Amazon bereits wieder vom Netz genommen - weil das Kontingent erschöpft sei.
Kein Vertrag, kein Simlock
Angeboten wurden aber nicht alle iPhone-Modelle, sondern lediglich die "kleine" Version mit acht Gigabyte Speicher. Die Besonderheit dabei war allerdings, dass das Multimedia-Handy sowohl ohne
Vertragsbindung als auch ohne
Simlock verkauft wurde. "Es ist ein sehr kurzfristiges Angebot von uns gewesen", betonte Amazon-Sprecherin Christine Höger auf Anfrage von onlinekosten.de. Man freue sich über das Interesse der Kunden, das iPhone 3G bei Amazon.de zu bestellen. Bezüglich eines Liefertermins wollte sie sich allerdings nicht äußern. Auch zur Stückzahl der verfügbaren Geräte und woher die Telefone stammten, machte das Unternehmen keine näheren Angaben. "Kunden, die die Chance genutzt und ein Gerät vorbestellt haben, werden von uns vor dem Versand des iPhones kontaktiert", sagte Höger. Zudem versicherte sie, dass alle Vorbesteller ein Gerät bekommen werden. Ob dieses Angebot aufgrund des sicherlich großen Interesses schon bald wiederholt werde, ist nicht bekannt. Derzeit nehme Amazon aber keine weiteren Vorbestellungen mehr entgegen.
Apple iPhone 3G: Amazon nahm bis vor kurzem noch Vorbestellungen entgegen. Screenshot: onlinekosten.de
Apple und T-Mobile sind wenig begeistert
Wenig erfreut über die Verkaufsaktion zeigten sich Geräte-Hersteller
Apple und der deutsche Exklusiv-Vertriebspartner
T-Mobile. "Das offizielle iPhone 3G mit allen Updates und Funktionen wie Visual Voicemail gibt es in Deutschland nur in Verbindung mit einem
Mobilfunk-Vertrag von T-Mobile", betonte Sprecher Alexander Graf von Schmettow. Zudem könne man davon ausgehen, dass die bei Amazon angebotenen iPhones keine deutschen Geräte seien. Auch Apple äußerte sich auf Anfrage von onlinekosten.de - wie erwartet - lapidar: "Kein Kommentar".