MP3-Player gibt es heute in den verschiedensten Farben, Formen und technischen Ausstattungen – kein Wunder also, dass es die Hersteller immer wieder versuchen, die kleinen Taschenspieler mit auffälligen Alleinstellungsmerkmalen auszustatten. So auch Creative: Unter dem Namen
Zen Mozaic hat die Player-Schmiede aus Singapur ein Gerät vorgelegt, das in erster Linie durch außergewöhnliches Design im Händlerregal auf sich aufmerksam macht.
Der Preis macht den Anfang
Creative bietet den Zen Mozaic in den Farben Schwarz, Silber und Pink an, wobei die Speichergrößen zwei, vier, acht und 16 Gigabyte (GB) verfügbar sind. Der Preis startet bei rund 70 Euro, für die größte Variante werden satte 150 Euro fällig – eine stolze Summe, wenn man bedenkt, dass es den
Creative Zen X-Fi mit 16 GB Speicher, großem Display und WLAN-Unterstützung bereits für 15 Euro mehr zu haben ist.
Äußerlichkeiten
Das auffälligste Merkmal des Zen Mozaic, die gekachelte Front, wirkt auf dem ersten Blick angenehm exzentrisch – aber auch ein wenig kompliziert: Auf ganze neun kleine Knöpfe muss sich der Benutzer bei der Bedienung verlassen, dazu kommt der Hold- und Einschaltschieber an der rechten Geräteseite. Wenn der Player mit einer Größe von knapp 8x4x13 Zentimeter zwar über bestes Hosentaschenformat verfügt, so kann er sich doch nur mit Einschränkung "blind" bedienen lassen. Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff, wurde aber solide verarbeitet, so dass bei einem festen Händedruck kein Knarzen zu vernehmen ist. Alles in allem ein robustes Design.
In drei Farben und vier Speichergrößen erhältlich - der Zen Mozaic. Bild: Creative
Über den Tasten prangt ein 1,8-Zoll großes TFT-Display, das es auch in der Standardeinstellung auf gute Kontrastwerte bringt. Allerdings wirkt die Anzeige eher grobkörnig: Gerade einmal 128x160 Pixel beträgt die Auflösung, was die Frage aufwirft, warum Creative dem Zen Mozaic Funktionen für die Bild- und Videowiedergabe spendiert hat, anstatt sich auf alleine auf die musikalischen Fähigkeiten des Players zu konzentrieren. Dafür weist der Zen Mozaic immerhin einen integrierten Lautsprecher auf, der einspringen kann, sollte man einmal die Ohrhörer vergessen haben oder die digitalisierte Plattensammlung seinen Freunden vorspielen wollen. Er klingt ein wenig blechern – ein Manko, das aber nicht nur beim Zen Mozaic auftritt, sondern auch bei Modellen anderer Hersteller regelmäßig anzutreffen ist.