Donnerstag, 11.09.2008 18:16

Digitale Musikdienste auf dem Vormarsch

aus dem Bereich Sonstiges
Die Musikindustrie schöpft nach Jahren rückläufiger Umsätze wieder Hoffnung: Zahlreiche Konzerne aus der Internet- und Handybranche wollen neue Dienste für den Musik-Download an den Start bringen. Bereits bestehende Angebote etablierter Anbieter sollen ausgebaut werden, Abos und Flatrates den Anteil illegaler Downloads reduzieren

Anzeige
Durchbruch auf Massenmarkt

Seit 1999 rutschen die Absatzzahlen immer tiefer in den Keller. Der Einbruch bei den CD-Verkäufen konnte lange Zeit nicht mit entsprechenden Umsätzen aus dem Online-Handel ausgeglichen werden. Auch 2007 ging der Tonträgerumsatz in Deutschland wieder um drei Prozent zurück, während der Digitalanteil gerade mal auf sechs Prozent gesteigert werden konnte. Und trotz eines Rückgangs illegaler Downloads, kommen laut Bundesverband Musikindustrie auf eine legal erworbene Musikdatei immer noch fast zehn illegale.

Der Mangel an attraktiven Angeboten auf dem digitalen Musikmarkt scheint nun laut "Financial Times Deutschland" endlich ernsthaft in Angriff genommen zu werden. Die Musikindustrie könne auf einen Durchbruch auf dem Massenmarkt hoffen, da sie auf starke Partner aus anderen Branchen baut, die hinter der aktuellen Offensive stecken. So haben Nokia, Sony Ericsson, Amazon und MySpace den Start digitaler Musikdienste in Europa angekündigt, die Internetplattform Facebook soll in Verhandlungen mit Universal Music stehen, Apple hat gerade eine erweiterte Version seines Shops iTunes vorgestellt.

Mit Flatrates gegen Tauschbörsen

Die Angebote werden umfangreicher und schließen auch den Download über Mobiltelefone ein. So wird beim Modell "Comes with Music" von Nokia beim Kauf eines Handys für ein Jahr der kostenfreie Zugriff auf das eigene Musikangebot mitgeliefert. Einen ähnlichen Weg geht Sony Ericsson mit der "PlayNow Arena" bereits in Skandinnavien, während Amazon den klassischen MP3-Shop anbieten wird. Die schnelleren und größeren Angebote sollen den Musikfan dazu animieren, mehr online einzukaufen.

Das soll konsequenterweise auch die Onlinepiraterie zurückdrängen. Wenn der Nutzer durch günstige Abos oder Flatrates nahezu beliebig viel Musik für einen festen Betrag downloaden kann, soll sein Interesse an kostenlosen also illegalen Downloads nachlassen. Aufgrund der Beliebtheit und großen Verbreitung der Tauschbörsen ein schweres Unterfangen. Allerdings hat sich das direkte Vorgehen gegen die illegalen Angebote als nicht sonderlich umsatzsteigernd erwiesen.

In den nächsten Wochen werden die Grundlagen für den Aufbruch in neue Musikdownload-Welten gelegt. Und im nächsten Jahr wird sich herausstellen, ob die Musikindustrie die Trendwende endlich geschafft hat. Der Nutzer kann sich schon jetzt freuen: Mehr Angebotsvielfalt hat noch keinem Markt geschadet.
Michael Posdziech
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Leider fast nur Musik (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von henrik.sorg am 11.09.2008 um 20:07 Uhr
 Suche

Internetanschluss
DSL Internetzugang mit High Speed, Internet Flatrate und wahlweise auch Telefonflatrate gesucht?
Jetzt prüfen ob vor Ort Vodafone VDSL, 1&1 VDSL oder Angebote anderer DSL-Anbieter verfügbar sind!
Wir haben eine Übersicht zu allen Angeboten inklusive Tarifrechner.
Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
ADSL Anschluss
Ein DSL Anschluss ist der Standardzugang der meisten Internetprovider.
Ob 1&1, der Billiganbieter congstar oder früher auch QSC oder freenet: Alle setzen auf die ADSL Technik.
Dazu gibt's verschiedene Flatrates. Neben einer Internet Flatrate ist bei vielen Angeboten oft auch eine Festnetz Flatrate inklusive.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs